Zurück zur Taverne

Einblick in die Welt von Andor

Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Boggart » 12. Juli 2019, 05:41

Hallo Butterbrotbär!

Zu dieser Begriffsfrage, vor allem in Bezug auf Reka und Meres, hab ich erst vor kurzem was gelesen, eventuell von MM selbst? Aber ich hab grad keine Ahnung wo.
Ich denke schon, das Zauberei und Dunkle Magie auf den gleichen Prinzipien aufbaut: Zauberei nutzt die Energie der zB Gegenstände, während Dunkle Magie diese vergewaltigt (vgl. Roman).

Ich denke, wenn man von Zauberrei und Dunkler Magie spricht, ist man begrifflich auf der sicheren Seite, aber es wird nicht immer und überall sauber damit umgegengen. Man könnte Magie an sich vielleicht als Überbegriff nehmen, aber auch das ist, wie von dir ausgeführt, nicht immer ganz eindeutig.

Naja, vielleicht erinnert sich noch jemand an die Stelle, an die ich gedacht habe (Ragnar?). Ansonsten: Spekulation AN!

Gruß
Boggart
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Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Butterbrotbär » 12. Juli 2019, 14:00

Hallo Boggart,

Ich weiss nicht, ob das die Stelle ist, die du gemeint hast, hätte da aber auf jeden Fall eine ähnliche Frage von Saimerej und eine ähnliche Antwort von Troll bezüglich der Einordnung des Wortes "Magie" gefunden: viewtopic.php?f=21&t=4188&start=17

Boggart hat geschrieben:Ich denke schon, das Zauberei und Dunkle Magie auf den gleichen Prinzipien aufbaut: Zauberei nutzt die Energie der zB Gegenstände, während Dunkle Magie diese vergewaltigt (vgl. Roman).

Dies könnte man wohl auch als gerade entgegengesetzte moralische Prinzipien auslegen. Aber wir meinen schlussendlich ohnehin dasselbe. :D

Liebe Grüsse
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Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Troll » 20. Juli 2019, 22:08

Ja, meiner Magie-Antwort von damals habe ich im Prinzip nichts hinzuzufügen. Für mich bezeichnet Magie in Andor im Allgemeinen die unscharf definierte Gesamtheit aller metaphysischen Phänomene, alle Drachen, Geister und Dämonen sind daher irgendwie magische Wesen, auch wenn sie mit der speziellen "Dunklen Magie", die im Wesentlichen aus Hadria stammt, nicht viel am Hut haben.

Dafür habe ich noch einen Alternativ-Vorschlag für den Ruhm:
Man lasse das störende H weg, schon bewegt sich die entfernt Flaschen-förmige grüne Figur über die Leiste und bezeichnet die Vorräte der Heldengruppe. Auch ein Held freut sich, wenn er die Sorgen um die nervtötenden Kreaturen sowie die viel zu fettigen Fischmahlzeiten ertränken kann. Sie können den Bauch ihres Schiffes (und ihren eigenen) als Lohn für umhergeschleppte Perlen und Holzstämme auffüllen und lassen sich für ihre heroischen Siege auch gerne mal in anderer Währung als nur kaltem Gold auszahlen. Doch was geschieht, wenn plötzlich ein verzweifelter Held die hölzernen Stufen herabsteigt, ohne an Bord nur einen Tropfen zu finden, während überall um ihn herum dieses widerwärtige Salzwasser ist, kann sich jeder denken...
Bestimmt war das ursprünglich so gedacht, bis dem Verlag auffiel, dass das Spiel auch für Zehnjährige gedacht ist. 8-)
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Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Boggart » 21. Juli 2019, 05:45

Hallo Troll!

DAS ist die Lösung des Problems :mrgreen:
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Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Butterbrotbär » 24. Juli 2019, 21:50

Hallo Andori,

Die Magie-Antwort und auch die Sache mit dem Rum klingt vollkommen sinnvoll. :lol:

Inzwischen habe ich bereits wieder an etwas Neuem herumstudiert: Die Kreaturen sind erheblich langsamer als die Helden unterwegs, bewegen sich am Tag nicht, und kämpfen erst, wenn sie angegriffen werden. Wie kommt das?
Meine momentane Vermutung ist, dass die Kreaturen nachtaktiv sind und tagsüber schlafen. Dies könnte die Bewegung über Nacht und die mangelnde Kampfinitiative erklären – Skelette schlafen im Gegensatz dazu nie und können die Helden deswegen auch am Tag aktiv verfolgen, festhalten und zum Kampf zwingen. Krahder schlafen vielleicht, aber offenbar nachts. Für sie gilt dasselbe.

Was dadurch immer noch ungeklärt ist: Die Bauern werden ja nicht nur durch einen nächtlichen Überfall von den Kreaturen erledigt, sie kommen schon aus dem Spiel, wenn sie bei Tag ein Feld mit einer Kreatur betreten. Sollten die Kreaturen schlafen, so werden sie durch die Anwesenheit der Bauern also scheinbar aufgeweckt. Verstehen es die Helden einfach besser als „gewöhnliche“ Andori, um schlafende Kreaturen herum zu schleichen?
Andererseits könnte es auch sein, dass Bauern sich vor den Kreaturen fürchten und sich weigern, in deren Nähe zu gehen. Das Schlagen von Bauern wird man ja nie absichtlich auslösen wollen – die Regel hat somit bei Tag effektiv zur Folge, dass kein Held einen Bauern auf ein Feld mit einer Kreatur mitführen wird.

Meine Erinnerung könnte mich da trügen, aber mir scheint, im Roman agierten die Kreaturen problemlos aktiv bei Tageslicht. Im Allgemeinen kommt mir kein Text in den Sinn, in welchem überhaupt von schlafenden Kreaturen die Rede wäre. Dies spricht gegen die Theorie von den tagsüber ruhenden Kreaturen.
Im Comic der Sternenschild-Erweiterung berichtet Melkart, dass die Bauern während der Ära des Sternenschildes jederzeit einen Angriff fürchten mussten – sie konnten also nicht tagsüber relativ gefahrlos Korn ernten und sich erst für die Nacht in ihren Katen verschanzen. Stellt das einen Ausnahmezustand dar (eigentlich nachtaktive Kreaturen werden vom kalten Winter und Hunger zur Jagd bei Tag gezwungen) oder gehört dies zum gefährlichen Alltag der andorischen Bauern?

Gewisse Dinge wie die Langsamkeit der Kreaturen wird man bestimmt am einfachsten damit begründen können, dass es spieltechnisch gesehen schlicht mehr Sinn macht. Ich fände es dennoch schön, eine möglichst umfassende In-Universe-Erklärung für die in diesem Beitrag gestellten Fragen finden zu können – und deswegen frage ich hiermit mal performativ nach euren diesbezüglichen Erkenntnissen, Meinungen und Geistesblitzen. :P

Liebe Grüsse
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Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Dromdrun » 29. September 2019, 08:15

Hallo Andori,

ich finde die Idee dieses Beitrag richtig gut und habe eine Frage:

Wo wohnen die Schildzwerge?

In der App wurde ja etwas von Feld 28 in der Mine gesagt, allerdings wie wohnen sie?

Da ich den Roman noch nicht gelesen habe kann ich zu der vorherigen Frage leider nichts sagen

Gruß

Dromdrun
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Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Troll » 29. September 2019, 21:32

@BBB: Wow, die Frage liegt jetzt schon lange unbeantwortet! Vermutlich weil es keine allzu gute Begründung gibt. Als ich sie vor langer Zeit gelesen habe war ich schon etwas ratlos, du schreibst schon das meiste.
Es wirkt nicht so, als seien die Kreaturen ausschließlich nachtaktiv. Eine an Tageszeit gebundene Aktivität ergibt auch nicht wirklich viel Sinn für Wesen, die ursprünglich aus Höhlen ohne Zugang zur Oberfläche stammen. (Trolle sind ein Sonderfall.) Andererseits deutet diese Herkunft natürlich darauf hin, dass die Kreaturen nicht auf Licht angewiesen sind und sich primär über andere Sinnensorgane orientieren, wahrscheinlich ist die Nacht daher ihre bevorzugte Tageszeit. Die Beute hat da einen größeren Nachteil ihnen gegenüber.
Dafür, dass sie Helden nicht angreifen, Bauern aber schon, hätte ich noch eine andere Theorie: Die Kreaturen werden bevorzugt Beute suchen, die sich nicht wehren kann. Wen sie als Krieger erkennen, dem weichen sie im Zweifelsfall eher aus, wehrlose Bauern dagegen sind gute Opfer. Und wenn ein Held mit Bauer des Weges kommt, sind sie vielleicht der Meinung, dass es das Risiko doch wert ist. Fraglich bleibt, weshalb der Held nicht einmal versuchen kann, sich und den Bauern gegen die Kreatur zu verteidigen und weshalb die Kreaturen sich so langsam bewegen. :?

@Dromdrun: Wo leben die Schildzwerge? Ich könnte jetzt "Cavern" antworten, aber das ist keine richtige Antwort. Denn die Spielplanrückseite als den Wohnort der Schildzwerge anzusehen führt zu einigen Fragen und Widersprüchen. Auf der Karte steht etwa, dass der Tiefe Markt zerstört ist und das westliche Tor unvollendet. Außerdem ziehen in L4 (und jeder anderen Minenlegende) scharenweise Kreaturen durch die Mine.
Hier hilft höchstens ein Blick in den Roman. Dort ist von "bewohnten Bereichen" die Rede, dementsprechend ist wohl davon auszugehen, dass der Cavern-Spielplan größtenteils die unbewohnten Bereiche abdeckt. Vielleicht wurden diese Gänge im Unterirdischen Krieg gegen die Drachen aufgegeben und seitdem nicht zurückerobert. (Die Schildzwerge wurden damals ja auch ganz schön dezimiert.)
Unbestreitbar ist Cavern jedenfalls größer als die auf der Rückseite sichtbare Mine. Im Roman wird gesagt, dass der Bereich beim südlichen Mineneingang "Brauneisenstein" heißt. Der Thronsaal des Fürsten liegt in "Roteisenstein", das auch auf der Karte eingetragen ist. (Womöglich ist der Thronsaal einfach die Schatzkammer? Der Thron darin passt allerdings nicht zur Beschreibung.) Interessanterweise werden den Helden die Augen verbunden und sie werden durch "viele Gänge" geführt, über Treppen und durch Hallen, bis sie schließlich beim Thronsaal ankommen. Laut Karte ist Roteisenstein ungefähr das Nachbarfeld des Eingangs...

Die Beschreibung im Roman wirft übrigens noch weitere Fragen auf: Auf dem Weg zur Waffenkammer überqueren die Helden eine sogenannte "Steinerne Brücke". Bisher ging ich davon aus, dass damit die Brücke auf dem Spielfeld gemeint ist, über die immer das Pergament gelegt wird. Jetzt ist mir aber aufgefallen, dass die Brücke 1. laut Roman direkt vor der Waffenkammer enden müsste und 2. ziemlich sicher nicht aus Stein besteht...
Na ja, das führt vom Thema weg. Ich komme jedenfalls zu dem Schluss, dass die Schildzwerge in Bereichen leben, die für tapfere Helden eher uninteressant sind, denn da gibt´s nicht viele Kreaturen zu verkloppen. Der Spielplan ist eher die Region, die man durchquert, wenn man zu den Tiefminen unterwegs ist.
Was war genau mit Feld 28? Kannst du mir da auf die Sprünge helfen? Hatte da Hildorf seine Schmiede? Ich kann mir vorstellen, dass Feld 28 über einen anderen Weg mit dem Haupteingang verbunden ist. Im Roman ist von einem "großen Querstollen" die Rede, der eingestürzt ist...

Ich bin mir nicht sicher, ob du absichtlich oder versehentlich noch eine zweite Frage gestellt hast: Wie wohnen sie? Ich finde diese Frage noch deutlich interessanter, wenn man sie zu Ende denkt. Klar, sie leben in gehauenen Gängen und steinernen Kammern, in denen überall Fackeln hängen. Aber ganz ehrlich, womit brennen diese Fackeln? Wenn man eine ganze Mine Tag und Nacht durchgehend nur mit Fackeln beleuchtet, dann muss man auch irgendwo Holz und Pech herbekommen. Und ich bezweifle, dass die Bewahrer gerne ein paar Schildzwergen dabei zusehen, wie sie den Wachsamen Wald abholzen. :)
Und was bitteschön essen die Zwerge? Trinken ist kein Problem, unterirdische Quellen und Flüsse kann es geben. Aber Nahrung für ein ganzes (kleines) Volk? Im Roman gibt es die Geschichte von der Zwergeneiche, dem Baum vor dem Mineneingang, der angeblich während einer Hungersnot genug Eicheln produzierte, um die Schildzwerge über den Winter zu bringen. Aber was führte überhaupt zu dieser Hungersnot?
Denkbar wäre, dass die Schildzwerge sich zu großen Teilen von irgendwelchen tierischen Höhlenbewohnern ernähren. (Womit wir doch wieder beim Essen von Kreaturen sind.) Doch das wirft nur die Frage auf, wovon sich diese Tiere ernähren, dass es genug von ihnen für die Zwerge gibt. Jede Nahrungskette muss letztendlich auf irgendwelche Pflanzen oder so zurückgeführt werden, die sich von Licht und Wärme oder was auch sonst speisen können. Haben die Schildzwerge vielleicht irgendwelche riesigen Pilzzuchten? Ist es theoretisch denkbar, dass Pflanzen auschließlich Erdwärme und Licht aus Lavaseen zum Wachsen genügen, wenn für Wasser und ein paar Minerale gesorgt ist? Und ich spreche nicht von ein paar Moosen. Die Frage gilt übrigens erst recht für die Kreaturen aus Krahal, bevor sie an die Oberfläche kamen. Krahal muss ja ein ganzes Ökosystem sein. Wie könnte das wohl aussehen? Kennt sich jemand mit den Merkmalen von Höhlen- oder vielleicht Tiefseebewohnern aus?

Zurück zur Existenzgrundlage der Schildzwerge: Da die Andori als Landräuber gelten ist davon auszugehen, dass zumindest große Teile des (östlichen) Rietlandes früher den Schildzwergen gehörten. (Des westlichen Rietlands wahrscheinlich weniger, ansonsten hätte schon früher ein Zwergenfürst mal eine Brücke gebaut.)
In der Geschichte der Zwergeneiche wird auch erzählt, dass die Zwerge die Gebirgswälder abgeholzt haben, also wird ihnen das Land wohl tatsächlich "gehört" haben. Daher hatten sie dann ihr Holz, vielleicht Getreide oder irgendwelche anderen anbaubaren Pflanzen und was sie sonst noch brauchten. Aber was machen sie, seitdem die Andori das Land annektiert haben? Müssen die Bauern im östlichen Rietland ihnen noch immer Abgaben leisten? Leben sie ausschließlich vom Handel: Edelsteine und Stahl gegen Futter? Ich kann eigentlich nicht glauben, dass das ausreicht... :?

Bin gespannt auf eure Antworten! :D
Gruß, Troll
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Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Boggart » 30. September 2019, 07:37

Hallo!

Ich hätte eine andere Theorie zu den Kreaturen:
Sie bewegen sich kurz vor Sonnenaufgang und verwüsten dann erstmal den Bereich, in dem sie gerade stehen. Das würde nämlich auch erklären, warum sie normalerweise nur ein Feld laufen, aber auch gerne mal 3 überspringen können (Kreaturenkette).

Zu den Zwergen:
Ich glaube durchaus, das sie auch im Westlichem Rietland waren. Zum einen gibt es die Marktbrücke, eine alte Steinbrücke mit Zwergenwächtern. Und dann ist noch der Tunnel, der zu den Krallenfelsen führt. Der frühere Hauptbereich ihres Reiches war wohl, nach dem Höhlensystem, das Gebirge, aber sie siedelten wohl auch in weiten Teilen des Rietlands.
Ich denke ebenfalls, das das Zwergenreich mit dem Roman wesentlich gewachsen ist und die Karte zum Großteil die Verlassenen Bereiche zeigt. Die Waffenkammer und die Brücke sehe ich wie Troll in etwa deckungsgleich mit dem Roman, vielleicht ist die steinerne noch eingebrochen und wurde ersetzt.
Von was sie sich ernähren? Pilzkolonie klingt interessant, doch vermute ich, dass die Zwerge gerne Fleisch essen. Was wird denn den Helden im Roman serviert, als sie das erste Mal in der Mine sind? Steht das etwas präziser da?

Viele Grüße
Boggart
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Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Troll » 30. September 2019, 08:41

Hallo Boggart,

deine Kreaturentheorie bietet eine stimmige Erklärung für die Bewegung! :D

Zu den Zwergen:
Bei der Marktbrücke muss ich widersprechen, die wurde erst von Fürst Hallwort, dem Wahnwitzigen, (damals noch "dem Großen") errichtet. "Er war es auch, der den Bau der Marktbrücke befahl, um fortan Handel mit den Menschen im Rietland treiben zu können." Siehe Storytext "Der Sturmschild".
Daher auch meine Überlegung, dass, wenn das westliche Rietland früher den Zwergen gehörte, schon ein anderer Fürst eine Brücke gebaut hätte. Aber du hast natürlich recht, theoretisch bietet auch Nehals Gang einen Weg über (bzw. unter) die Narne. Die Frage ist, wie regelmäßig man einen "geheimen Gang" benutzen darf, ohne dass er auffliegt.

Dass die Steinerne Brücke ersetzt wurde klingt ebenfalls sinnvoll. :)

Ich habe gerade noch mal im Roman nachgeschaut, einer genaueren Beschreibung des Essens wird geschickt ausgewichen. Wir haben nur den Satz: "Auf dem Tisch in der Mitte standen Speisen und Getränke." Keine nähere Erläuterung, vermutlich nichts extrem experimentelles, ansonsten wäre darauf vielleicht näher eingegangen worden. (Allerdings kann das, was wir für experimentell halten, den Andori auch geläufig sein.)
Und später heißt es: "Zusätzlich bekam jeder noch einen Beutel Proviant".
Unser einziger Hinweis ist, dass Lonas Fleischreste vorgesetzt bekommt, Fleischkonsum ist also auch bei Zwergen üblich. Aber woher kommt dieses Fleisch? Von Tieren aus den Stollen? Dem Gebirge? Dem Rietland?
Es erscheint logisch, dass die Schildzwerge seit der Gründung Andors, also seit sie das Rietland nicht mehr (nur) für sich benutzen können, in den nördlichen Ausläufern des Grauen Gebirges unterwegs sind - die machen ihnen ja keine Andori und auch kein Drache mehr streitig - und dort für Vorräte sorgen. (Jetzt stelle ich mir vor, wie irgendwelche Zwerge Kuhherden auf die Almen treiben... :lol: )
Wie gesagt, ich bezweifle, dass das bisschen Essbares, was unterirdisch zu holen ist, ausreicht. (Und daher weiß ich immer noch nicht, wie ich mir Krahal, ein Höhlensystem voller großer Raubtiere, vorzustellen habe.)

Weiß gerade jemand, wie die Versorgungslage von Zwergenminen in irgendwelchen anderen Fantasywelten erklärt wird? Ich bezweifle, dass ein Tolkien sich darüber keine Gedanken gemacht hat. ;)

Gruß, Troll
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Re: Einblick in die Welt von Andor

Beitragvon Dromdrun » 30. September 2019, 18:26

Hallo Troll,
Hallo Boggart,

erstmal finde ich die Idee von Boggart als Erklärung, warum sich die Kreaturen "nur" so wenig laufen gut. Das ergäbe auch mit den Bauern sinn.

Zu meiner Frage habe ich ertmal noch ein paar Ideen. Eventuel gibt es Wohngänge in denen die Zwerge hausen und die Stollen, wo unsere Helden immer entlang ziehen sind die gefährlicheren Minengänge, welche zwar viele Edelsteine enthalten (Legende 4) aber das besorgen von ihnen auch hohe Risiken birgt (Kreaturen, der geheime See,...)
In Legende 5 steht, das die Kreaturen scharenweise aus der Mine strömen würden, wenn man einen Teil der Wachen der Schildzwerge entfernt. Vielleicht gehören die Kreaturen zum Alltag der Zwerge und es ist etwas alltägliches sich vor ihnen zu verstecken oder sie zu bekämpfen.

Troll hat geschrieben:...
Der Thronsaal des Fürsten liegt in "Roteisenstein", das auch auf der Karte eingetragen ist. (Womöglich ist der Thronsaal einfach die Schatzkammer? Der Thron darin passt allerdings nicht zur Beschreibung.) Interessanterweise werden den Helden die Augen verbunden und sie werden durch "viele Gänge" geführt, über Treppen und durch Hallen, bis sie schließlich beim Thronsaal ankommen. Laut Karte ist Roteisenstein ungefähr das Nachbarfeld des Eingangs...
...

Das sie durch viele Gänge geführt werden ist vielleicht, dadurch erklärbar, das die Schatzkammer, nur der ehmalige Thronsaal war (darum ist da auch ein Thron drin) und nachdem er zerstört wurde und sie ihn zurückerobert hatten wurde der Thronsaal tief unter die Erde verlegt, in ein Raum der nur durch ein Verzwicktes Gangsystem führte, um die Sicherheit ihres Fürsten zu gewährleisten. Gleichzeitig wurde der alte Thronsaal zur Schatzkammer umgebaut. Eines Tages jedoch kam ein starker Troll, der die Wächter besiegte.(Der Troll in der Schatzkammer in Legende 4) Nach dem SIeg über den Darchen wurde auch die Schatzkammer verlegt und nur noch so genannt.

Troll hat geschrieben:...
Die Beschreibung im Roman wirft übrigens noch weitere Fragen auf: Auf dem Weg zur Waffenkammer überqueren die Helden eine sogenannte "Steinerne Brücke". Bisher ging ich davon aus, dass damit die Brücke auf dem Spielfeld gemeint ist, über die immer das Pergament gelegt wird. Jetzt ist mir aber aufgefallen, dass die Brücke 1. laut Roman direkt vor der Waffenkammer enden müsste und 2. ziemlich sicher nicht aus Stein besteht...
...

Ich kenne die Beschreibung aus dem Roman nicht(da ich ihn nicht habe), aber die erste Lösung die mir einfiele wäre, dass die Zwerge 2 oder mehr Waffenkamern haben(Ist bei einem großen Volk gar nicht so unwahrscheinlich.
Die zweite Lösung die mir infiele ist, da die Zwerge ja gute Baumeister und Architekten sind, das sie über den geheimen See eine versteckte Klappbrücke haben ,welche sie ein und ausklappen können.

Troll hat geschrieben:...
Was war genau mit Feld 28? Kannst du mir da auf die Sprünge helfen? Hatte da Hildorf seine Schmiede? Ich kann mir vorstellen, dass Feld 28 über einen anderen Weg mit dem Haupteingang verbunden ist. Im Roman ist von einem "großen Querstollen" die Rede, der eingestürzt ist...
...

Genau, Feld 28 war die Schmiede von Hildorf. Natürlch kann es Gänge geben denn die Berge sind eh durchlöchert wie ein Schweizer Käse, sodass man praktisch überall hinkommt wohin man will wenn man die Gänge gut genug kennt.

Die Frage wie Leben die Schildzwerge hatte ich mit absicht gestellt.

Was die Zwerge essen ist natürlch nicht sicher, natürlch könnte man sich die Überlegung machen, das sich die Zwerge von Kreaturenfleich ernähren. Oder sie haben unterirdische Felder und Acker, welche mit Licht durch Spalten in der Decke versorgt werden. So können sie unterder Erde Viehzucht und Ackerbau betreiben. Natürlich nicht in riesigen Stil aber zusätzlich bleibt ihnen ja noch der Handel. Holz für die Fackel könnte man ebenso erhalten, aber das klingt doch shr abwegig. Man könnte sich jedoch überlegen, das die Fackel gar nichts aus Holz sondern aus Metall sind. Man schaue sich nur die Fackel von Cavern an. Als Brennstoff wächst vielleicht in Cavern ein Moos oder so welches gut und lange brennt. Noch eine Idee zu dem essen wäre das sie Fisch essen aus unterirdischen Flüssen und Seen(vielleicht nicht unbedingt der geheime See).
Ein kleiner Teil der Nahrung könnte auch aus Ratten bestehe, welche sich an con den toten Kreaturen ernähren. Sie werden dann von den Zwergen gejagt und gegessen. Mit den Pilzzuchten ist auch eine Interesante Idee.
Troll hat geschrieben:...
Die Frage gilt übrigens erst recht für die Kreaturen aus Krahal, bevor sie an die Oberfläche kamen. Krahal muss ja ein ganzes Ökosystem sein. Wie könnte das wohl aussehen? Kennt sich jemand mit den Merkmalen von Höhlen- oder vielleicht Tiefseebewohnern aus?
...

Wer oder Was sind denn die Kreaturen aus Krahal?

Natürlich kann es sein das die bauern noch abgaben zahlen müssen, aber ich glaube nicht, denn sonst müssten sie ja den Zwergen und dem König einen Teil ihrer Ernte geben. Und das wäre selbst bei guter Ernte viel.

Das der Gang zum westlichen Rietland zur Kontrolle der eigenen Ländereien diente war eher unwahrscheinlich, denn ersten glaube ich nicht das der damalige König nicht mal das ganze Rietland besaß. Ich vermute eher es war eine Art Spähergang um zu spähen, was in Andor vorging. Und als letzter Fluchtweg der nur den SChildzwergen bekannt war

Troll hat geschrieben:...
(Jetzt stelle ich mir vor, wie irgendwelche Zwerge Kuhherden auf die Almen treiben... :lol: )
...

:lol: :lol:

Eine Vermutung wie es in Krahal zugehen würde ist ganz einfach. Jeder fraß, was ihm unters Maul kam.


Ich weiß, manche Ideen von mir waren etwas besonders :)
Gruß

Dromdrun
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