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Story: Der Ewige Rat

Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon Butterbrotbär » 10. März 2019, 15:25

Hallo Troll

Einst lauschte ich dem ersten Buchstaben deiner Erzählung und war bereits gefesselt vom Prolog, der einen geschwind durch die bisherige Story brachte und bereits antönen liess, in welche Richtung deine Geschichte gehen wird. Schon einige Abschnitte weiter hattest du den Figuren neues Leben eingehaucht und so viel Charakter verliehen. Dann wurde es emotional, als klargestellt wurde, welche Helden wir in deiner Geschichte sehen durften und welche es nicht geschafft hatten (es würde mich interessieren, wie du da entscheiden hast, welche Helden in welche Kategorie gehören :P ). Und dann war da nichts mehr – oder so dachte ich zumindest.

Nun – heute habe ich endlich gerafft, warum du hier vorne Platzhalter eingefügt hattest, und dass die Story inzwischen schon viel fortgeschrittener ist, als ich gedacht hab’. :oops: Ich danke dir für diese düstere Weiterführung der Andor-Saga – sie ist genial und ich bin so was von gespannt auf mehr. :D

Aufgeregte Grüsse
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon Troll » 17. März 2019, 14:24

@Alle: Ich bin mal so fies und lasse den Cliffhanger noch ein bisschen hängen...
h ist fertig. Ich muss gestehen, dass Hadria mir etwas Kopfzerbrechen bereitet hat, weil sich der Text "Die Zwei Orden" und die Passage im Roman (S. 91 ff.), wenn schon nicht widersprechen, dann doch zumindest einschränken. Ich hoffe, ihr könnt mit meinem Versuch, Roman, Storytext, L10 und Adventures of Hadria in Einklang zu bringen, leben. :roll:

@Butterbrotbär:Tja, wieso habe ich mich gerade für diese Helden entschieden? Mal schauen, ob ich das noch ansatzweise zusammenkriege...
Als die Ideen von spielbaren Legenden entstanden, wollte ich das natürlich nicht an bestimmte Charaktere knüpfen, sondern die Wahl offen lassen. Dennoch musste ich feststellen, dass sich keine längeren Texte aus Perspektive der Helden schreiben lassen, wenn man keinen einzigen Charakter benennt. Ein Verzicht auf jegliches Innenleben kommt nicht infrage und auf Dauer ist "der Held" (oder noch schlimmer: "die Helden") ziemlich unschön. Daher (und aus anderen Gründen) habe ich mich damals dafür entschieden, zumindest Chada am Leben zu lassen und zur Hauptfigur der Texte zu machen. Warum ausgerechnet Chada? Vermutlich, weil sie bisher die eigentliche Protagonistin der Andor-Story war. Insbesondere im Roman ist sie die erste Hauptfigur, und auch später, hier zum Beispiel.
Der damalige Plan entstand also auf Grundlage von Chada, und das behielt ich auch bei, als ich meine Pläne änderte. :)
Als ich mich dann dazu entschlossen hatte, eine richtige Geschichte zu schreiben, ging das eigentliche Überlegen los. Mittlerweile ist meine Geschichte zwar auf jede der Hauptfiguren angewiesen, aber die Charakterwahl war vor der eigentlichen Planungsphase, von daher ist das kein Argument. 8-)
Schon relativ früh entschied ich, die vier Grundhelden alle am Leben zu lassen. (Aus Happy-End-Gründen und so. Sie sind nun mal die eigentlichen Helden von Andor, sie haben am meisten erlebt und einiges wäre mit Chada alleine umständlicher geworden.)
Dass Orfen am Leben blieb, war unstrittig, es steht im Epilog von L17.
Nun machen viele Charaktere die Handlung gerade für eventuelle Andor-Neulinge eher unnötig kompliziert, außerdem bietet L17 eine so wunderschöne Gelegenheit für ein paar heroische Tode, die ich einfach nicht verstreichen lassen konnte. ;) Ich kam also zu dem Entschluss, von den verbliebenen 8 Helden (Stinner und Kirr außenvorgelassen, ihre Zukunft wird schließlich in der Rückkehr der Schwarzen Kogge andeutungsweise beschrieben) nur zwei zu Hauptfiguren zu machen. Der Rest sollte am besten sterben, um etwas weniger Charaktere auf einen Schlag einzuführen. Aber welche beiden?
Grundsätzlich sind die Dunklen Helden alle sehr interessant, jeder bietet eine eigene Vergangenheit, aus der man zweifelsohne viel hätte machen können. Die Neuen Helden sind im Vergleich dazu eher langweilig und typische Helden eben, von denen es schon genug gab. (Aus diesem Grund habe ich übrigens auch die dunkle Eara ausgewählt.) Außerdem wusste man nicht, was sie während Teil III eigentlich gemacht hatten. Ich habe sie also in der Winterburg sterben lassen - bis auf ein gebrochener Bragor, der zumindest als Nebenfigur dann doch noch dazukam. Er hat "aus Gründen" ganz gut gepasst.
Zur Auswahl standen also noch Forn, Darh, Drukil und Leander. Letzterer war für mich ein Muss, weil der Leander-Callem-Handlungsstrang so ziemlich der einzige war, der nach Teil III noch offen ist. (Sicher gibt es noch Lücken und offene Fragen, z.B. wie Meres nach Narkon kam oder was Eara in Hadria erlebt hat, aber auch wenn wir es nicht wissen, so ist das alles wahrscheinlich doch abgeschlossen.) Zudem ist ein Seher ungemein praktisch, wenn man schon weiß, wohin sich die Geschichte entwickeln soll.
Von den übrigen drei DH schmiss ich schweren Herzens Darh raus, weil Forn und Drukil dann doch noch interessanter sind. Die Entscheidung zwischen den beiden letzten war dann vor allem Bauchgefühl - ich denke, ein Hautwandler hat vielleicht sogar noch mehr zu bieten als ein Halbskral, aber beide wären klasse geworden. :D
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon Butterbrotbär » 19. März 2019, 19:03

Hallo Troll

Danke für deine ausführliche Antwort. Das neue Kapitel ist klasse wie immer. :P

Ich hab' den Roman gerade nicht zum Vergleich zur Hand, aber die ganzen Hintergründe zu den Orden wirken vollkommen natürlich auf mich. Deine Additionen amüsieren mich ganz deliziös, besonders den frappierend linguistisch gewandten, neu kreierten Charakter des Hedal.

Ah ja, die Grundhelden sind von allen Figuren des Spiels wohl am Besten ausgeprägt und ein Tod eines davon würde einem Happy End eine erheblich düstere Note geben. Ich verstehe deine Gedanken bezüglich der Heldenwahl und finde sie enorm spannend. Von den Dunklen Helden hätte ich mich (abgesehen von Leander, dessen noch anstehende Konfrontation mit Callem wurde von MM bereits so wundervoll aufgegleist) jetzt eher zwischen Darh und Drukil entscheiden müssen – Forn, auch wenn er einer meiner liebsten Helden ist, scheint für mich storytechnisch einfach weniger Entwicklungspotential zu haben als Drukils gespaltene Persönlichkeit und Darh, die durch ihr Leben in der Kultur der Krahder und dank ihrer Nekromantie einen starken Kontrast zu anderen Helden darstellen kann.

Ich gratuliere dir noch ganz besonders für deine Interpretationen von Eara und Leander – sowohl die (fast?) emotionslose Dunkle Magierin als auch der blinde Seher mit seinem geordneten Oberstübchen werfen in dieser Form so viele interessante Fragen auf und bringen ihre individuellen Persönlichkeiten besonders in ihren Interaktionen miteinander ins Spiel. Auch Drukils Bär mit seiner eigenen Persönlichkeit hat's mir in deiner Erzählung besonders angetan – und dies alles soll jetzt nicht danach klingen, als wären die übrigen Helden zu kurz gekommen, im Gegenteil. :P

Und dies geht noch nicht mal darauf ein, wie viele andere interessante Nebencharaktere du auf den Inseln oder bei den Zaubererorden ins Spiel gebracht hast und was für moralische Fragen einem etwa beim Kult der Drei Mächte oder beim Konflikt zwischen Janis und Kheela aufkommen, ganz zu schweigen von deinem trotz aller Finsternis so humorvollen Schreibstil.

Ehrfürchtige Grüsse
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon Troll » 24. März 2019, 13:01

@Alle: i ist fertig! :P

@ Butterbrotbär: Wow! Na, Komplimente könnte ich jedenfalls nicht besser verfassen als du! ;)
Zugegeben, Darh hat auch sehr viel zu bieten. Aber der innere Zwiespalt von Drukil könnte ja in Forn ebenso enthalten sein. Beide sind eben nur teilweise Mensch und die andere Hälfte ist zumindest ... gefährlich. Zwar ist Drukil wohl noch gespaltener als Forn, andererseits ist das, was Forn beherbergt, noch ungleich bösartiger.
Na ja, letztendlich wurde es Drukil und damit habe ich sowieso genau die Schnittmenge unserer Auswahlen erwischt. :D
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