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Düstere Zeiten gut ausbalanciert?

Düstere Zeiten gut ausbalanciert?

Beitragvon Steinpilz » 9. Januar 2022, 21:38

Guten Abend liebe Foren Besucher

Meine Frau und ich sind zur Zeit am Verzweifeln beim Spielen von Düsteren Zeiten Mission 2 (Fremde Heimat). Bislang haben wir die Grundbox, die Bonus-Box, die Box Alte Geister und die Box Sternenschild durchgespielt.
Ich denke, dass es normal ist, wenn man mal bei einer Mission hängt. Durch Anpassen unserer Taktik haben wir bislang jede Mission erfolgreich geschafft. Und wenn es beim dritten Anlauf war :D . Aber jetzt sind wir mit unserem Latein am Ende. Es brennt bei Mission 2 (Fremde Heimat) an allen Enden. Zu Anfang hatten wir tatsächlich noch Togger besiegt (Endmission am Baum der Lieder). Dann wollten wir noch die alternativen Enden kennen lernen. Und seit dem laufen wir von einer Niederlage in die nächste. Insbesondere der Sieg über Shan scheint reines Glücksspiel zu sein. Wir haben alles in die Waagschale geworfen: 2 Heilkräuter, die Schildzwerge zur Unterstützung, den Trank der Hexe. Aber es muss alles perfekt passen. Der kleinste Fehlwurf und die Mission ist verloren. Würfelt Shan mit ihren zwei schwarzen Würfeln einen Pasch kann man eigentlich sofort von vorne beginnen. Der eigene Würfelwurf muss unbedingt hoch sein, wie auch der von meiner Frau. Auch das Abluchsen von Schattenplättchen muss funktionieren. Wird man lediglich "fortteleportiert" oder verliert man gar einen Würfel, könnte man sich bereits in einer Sackgasse befinden. Sehhhhhr viel was unbedingt funktionieren muss. Vielleicht sogar zu viel? Anscheinend sind wir nicht die Ersten, die hier verzweifeln (Düstere Zeiten, L2: Wie kämpft Shan?). Wir haben uns entschieden den letzten Endgegner bei den Zwergen (Kjall) anzugehen. Grundsätzlich könnte man die Golems und ihren Meister vielleicht rechtzeitig töten. Aber plötzlich wird das Troll Lager mit den drei Fässern trotz Rekas Gifteinsatz gnadenlos überrannt. Wir fragen uns langsam, ob die Missionen nicht gut ausbalanciert sind? Wir würden uns über jeglichen Rat freuen. Notfalls wären wir inzwischen sogar bereit den Schwierigkeitsgrad zu senken (wenn dies leider auch in gewisser Weise "Schummeln" ist)...

Vielen Dank
Steinpilz
 
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Re: Düstere Zeiten gut ausbalanciert?

Beitragvon Phoenixpower » 10. Januar 2022, 06:52

Hallo Steinpilz,

die Verschollenen Legenden Düstere Zeiten halte auch ich für sehr schwierig. Wenn ich Legenden das erste Mal spiele, spiele ich sie normalerweise auf der leichtesten Möglichkeit und habe so noch keine Legende auf den ersten Versuch verloren – mit Ausnahme der Düsteren Zeiten...
Dennoch halte ich die DZ für gut ausbalanciert, sie sollen halt eine Herausforderung sein. Gegen Shan konnte ich mit Chada und Thorn auf den zweiten Versuch gewinnen (Berg-Weg).

Möglichkeiten zum leichter Spielen gibt es auch von offizieller Seite einige. So gibt es beispielsweise das Licht der fünften Stunde.
Beim Leichter Spielen steht für jede Legende „Gebt jedem Helden zu Beginn 2 zusätzliche Stärkepunkte“. Das könntet ihr auch probieren. Wenn euch das zu stark erscheint, könnt ihr auch jedem Helden 1 zusätzlichen Stärkepunkt geben.
„Schummeln“ ist das Senken des Schwierigkeitsgrades keinesfalls. Als „Schummeln“ würde ich das Verändern der Schwierigkeit während des Spiels sehen, wenn es nicht durch die Legende so gewollt ist (wie auf den schwerer Spielen-Karten).

Ich habe, wie gesagt, mit Chada und Thorn gespielt, was mMn gegen Shan einfacher ist wie zum Beispiel, wenn man mit Eara oder Kheela spielt, da man hier einfach mehr Würfel zu verlieren hat, wodurch man die Schattenplättchen stärker reduzieren kann.

Aber rein taktisch habt ihr alles richtig gemacht: Heilkräuter, die Schildzwerge und der TdH.

Versucht, die Schattenplättchen zu reduzieren. Wenn ihr mit Kram und Eara spielt, ist das zwar etwas schwieriger, aber auch Kram kann zwei Würfel opfern, auch wenn nur ein Würfel und stattdessen Ablagefelder besser wären.

Für Kjall kann ich leider nichts sagen, der war noch nie mein Gegner...

Ich hoffe, das waren nicht zu viele unzusammenhängende Gedankensplitter, und somit eine kleine Hilfe. Ich wünsche euch viel Glück bei eurem nächsten Versuch.
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Re: Düstere Zeiten gut ausbalanciert?

Beitragvon TroII » 10. Januar 2022, 15:09

Hallo Steinpilz,

ich habe die DZ2 jetzt inzwischen 3-mal gespielt, habe also jeden der Hauptwege und Endgegner kennengelernt. In meinen Partien habe ich immer mit der Schwerer-Spielen-Karte gespielt und dabei den Burgweg mit Endgegner Kjall sowie den Baum-der-Lieder-Weg mit Endgegner Shan im ersten Versuch erfolgreich bestanden. Der Minenweg mit Endgegner Thogger ist dagegen aus Zeitgründen gescheitert.

Es scheint mir nach diesen Versuchen so, dass die Legende nicht komplett unausgewogen ist. (Die Bonus-Legende Marsch der Trolle hat dagegen bei unserer Gruppe (natürlich auf schwer) mind. 3 Anläufe gebraucht.)
Immerhin konnten wir zwei von 3 Partien im jeweils ersten Anlauf auf schwer gewinnen. (Ich denke, mit unterschiedlichen Wegen und Endgegnern kann man durchaus von je einem ersten Anlauf sprechen. ;) )
Allerdings haben wir auch jeweils mit vier (oder evtl. nur 3) Helden gespielt, es ist also durchaus möglich, dass die Legende bei 2 Spielern deutlich schwerer ist. Insbesondere Shans Würfelklau stelle ich mir bei weniger Helden deutlich nerviger vor. :?

Insgesamt würde ich aber sagen: Weiter versuchen, irgendwann klappt es. Wenn es eurer Spielgruppe so mehr Spaß macht, nutzt gerne alle Erleichterungen, die euch sinnvoll erscheinen. (Phoenixpower hat a ein paar vorgeschlagen.) Und wenn es damit irgendwann geklappt hat, könnt ihr es ja nochmal auf normal oder schwer versuchen. ;)

Für inhaltliche Ratschläge fehlen mir jetzt die Details in deinem Bericht und die Erinnerungen an meine Partien (sind auch schon wieder eine Weile her), aber ich drücke euch die klobigen Troll-Daumen. :P

Gruß, Troll
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Re: Düstere Zeiten gut ausbalanciert?

Beitragvon Steinpilz » 10. Januar 2022, 20:14

Hallo Phoenixpower, hallo TroII

Vielen Dank für eure Antworten. Das ist schon mal sehr interessant für uns.
Es ist zunächst mal gut zu wissen, dass es diese Missionen tatsächlich ordentlich in sich haben und dass es nicht an uns liegt (Regel Missverständnis, falsche Strategie ...).

Der Tipp mit dem "Licht der fünften Stunde" finde ich super! Das könnte sehr gut etwas für uns sein. Aber auch die Idee mit den zwei zusätzlichen Stärkepunkten macht absolut Sinn, ist unkompliziert und leicht integrierbar ins Spiel.

Das mit den Würfeln stehlen ist absolut korrekt, denn ich spiele Kram und plötzlich waren sogar beide zu der Zeit verfügbaren Würfel blockiert (und ich war stinksauer :lol: ). Gut aber in der Grundidee lagen wir richtig. Das ist gut zu wissen.

Donnerwetter, es ist also tatsächlich möglich auch mit der Erschwerniskarte zu gewinnen!? Respekt, also die haben wir zunächst weit weggelegt (wenn auch grundsätzlich eine gute Idee von den Autoren).

OK, nächstes Wochenende spielen wir weiter. Ich freue mich schon sehr auf die Reise in den Norden. Aber zunächst haben wir noch eine Rechnung mit Shan zu begleichen 8-) .

Vielen Dank ihr zwei!

Steinpilz
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