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Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Bombo » 21. März 2019, 18:26

Hallo M@broetchen (Super-Nickname :D ),

ich bin vielleicht nicht zu 100% der richtige Ansprechpartner, da wir bis jetzt nur die Grundhelden gespielt haben, aber vielleicht aus genau dem Grund kann ich Dir einen Tipp geben.

Andor ist am Anfang schon "kompliziert" genug und z.B. die Anleitung auch nur auf die Grundhelden ausgerichtet. Daher spielen wir es erst einmal mit den normalen Helden durch, bevor wir die neuen Helden dann einsetzen werden.

Im Detail kann ich Dir daher zu Deiner Frage nicht weiterhelfen, aber zumindest den Tipp da lassen, dass man auch mit mehr als 4 Personen am Tisch prima mit den Grundhelden auskommt. Es muss ja nicht jeder einen eigenen Charakter haben. Am Ende entscheidet man ja eh in der Gruppe (also wir zumindest)...

Beste Grüße
Bombo
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Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Galaphil » 22. März 2019, 04:31

Hallo M@bröetchen

Nun, Bragor ist per se kein schlechter Kämpfer, der sowohl Nah-, als auch Fernkämpfer sein kann und sich das aussucht, so wie ein Held mit Bogen, nur ohne diesen kaufen zu müssen. Dafür kann er halt keinen großen Gegenstand tragen, weil er für seinen Stoßspeer eben immer beide Hände braucht (oder so).

Die Nachteile von Bragor liegen wohl darin, dass die Spieler seine Brunnenfähigkeit oft exzessiv ausnutzen wollen, wo ein diszipliniertes Spiel nötig wäre. Aber es gibt zwei Punkte, warum die SF von Bragor trotzdem interessant ist: es gibt Spiele, wo man nicht so viele Kreaturen besiegen kann/soll/darf. Dort kommt Bragor trotzdem zu Stärkepunkte, da er ja kein Gold braucht (vor allem neben Kram, der dann mit dem Gold zur Mine/Feld 71 läuft).
Und zweitens, wenn die Wege zu einem Händler/Feld 71 zu weit sind (zum Beispiel am Minenspielplan). Dort kann Bragor dennoch sukzessive immer mehr SP bekommen, ohne erstmal zwei bis drei Tage aus dem Spiel zu sein.

Wenn der Spieler oder die Spielerin von Bragor allerdings meint, er/sie muss jeden Brunnen ablaufen und dabei noch alle Aufgaben erfüllen und kämpfen, wird es für die anderen SpielerInnen ziemlich ... mühsam. Und das ist dann die Schattenseite von Bragor.

Und im Zweispielerspiel überwiegt natürlich sein Nachteil, dass er keinen großen Gegenstand tragen kann.

Lieben Gruß, Galaphil
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Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Ragnar » 22. März 2019, 22:19

Hallo m@broetchen,

sicherlich sind die Grundhelden einfacher zu spielen. Diese sind sehr gut ausbalanciert und im Grunde frei austauschbar. Hier ist es egal, ob man einen Helden mehr als Kämpfer oder doch eher als Läufer einsetzt.

Die Neuen Helden und die Dunklen Helden stellen da schon andere Ansprüche an die Spieler. Hier muss man seine Strategie den Helden anpassen, ansonsten kann man in der Tat ein unbefriedigendes Spielerlebnis haben.
Bragor muss man anders als die anderen Helden spielen -> Kein großes Ablagefeld, macht ungern Überstunden, sucht lieber Brunnen auf.
Will man zudem Bragors SF ausgiebig nutzen, muss man möglichst oft die Brunnen anlaufen.

m@broetchen hat geschrieben:Mir erschließt sich nicht wirklich die Vorteile von Bragor/Rhega. Ja, sobald die Willenstärke auf der vierten Reihe kann man bestimmt durch die Brunnen gut an Stärkepunkte kommen, aber dauert das nicht viel zu lange, bis man erstmal soviel Willenstärke angesammelt hat. Sind da nicht andere Sonderfähigkeiten viel sinnvoller bzw. ist im Vergleich die Einschränkung der Ausrüstung für Bragor/Rhega zu groß?

Mal sehen, ein möglicher Spielzug für Bragor in L2:
Bragor startet auf Feld 15, am Anfang bekommen die Helden zwei TS, die beide Bragor bekommt (Anpassen der Strategie).
Zunächst läuft er auf Feld 5, leert den Brunnen (+3 WP). Dann läuft er weiter in den Süden, bekämpft hier (von einem Nachbarfeld aus) den am Anfang aufgestellten Skral mit einem (besser mit zwei) anderen Helden. Als Belohnung gibt es zwei WP für Bragor und zwei Gold für einen der anderen Helden. Unter Nutzung des TS erreicht der Tarus das Brunnenfeld auf 35 (+3 WP = 15 WP) und verlässt es auch wieder.
Hm, 1 Tag um auf 15 WP zu kommen, finde ich nicht gerade lang. ;)

Die anderen Tage lässt du Bragor zwischen den Brunnen einfach immer hin und her laufen, so kann er jeden Tag zwei Brunnen leeren, generiert also bei bspw. 4 weiteren Spieltagen (die meisten Legenden dauern zwischen 4 u. 6 Spieltage) 7-8 kostenlose Stärkepunkte (evtl. kann er auch noch Kreaturen bekämpfen, die an seinem "Brunnen-Lauf-Weg" vorbeikommen).

Ja, stimmt, am restlichen Spielgeschehen nimmt Bragor dann nicht teil, allerdings ist Andor ja ein Koop-Spiel, d.h. der Spieler kann ja trotzdem Ideen einbringen, Ratschläge geben, ein besonders wachsames Auge auf die Kreaturen (Ketten) haben u. ä.

Zum Schluss wird Bragor mit 9-10 SP entscheidend zum Sieg über den Skral auf dem Turm beitragen.
Als Bragor-Spieler muss man sich eben entscheiden, ob der Held "überall" dabei sein soll, oder man doch lieber auf das übergeordnete Ziel (Besiegen des Endgegners) hinarbeitet.

Da ihr zu fünft wart und euch im Endkampf SP fehlten... 8-)

VG Ragnar
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Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Boggart » 23. März 2019, 06:55

Hallo m@broetchen!

Eigentlich ist ja schon alles gesagt, ich wollte aber nochmal auf das eingehen, was Bombo gesagt hat:

Bombo hat geschrieben:Im Detail kann ich Dir daher zu Deiner Frage nicht weiterhelfen, aber zumindest den Tipp da lassen, dass man auch mit mehr als 4 Personen am Tisch prima mit den Grundhelden auskommt. Es muss ja nicht jeder einen eigenen Charakter haben. Am Ende entscheidet man ja eh in der Gruppe (also wir zumindest)...

An sich ist der Tipp nicht schlecht, aber es gibt noch einen Helden, der ähnlich einfach gestrickt ist, wie die Grundhelden: Orfen, der Wolfskrieger, entweder aus der BonusBox, oder hier!
Er eignet sich besonders auf hohen Feldzahlen (zB: Feld 72 mit Bogen ;) ), da er mindestens die 10er-Stelle seiner Feldzahl als SP hat (auf 72 also 7). Die Taktik hier mit 5 Spielern wäre, ihm keine SP kaufen zu lassen (eher einen Helm, wenn er 14+ WP hat). Auf dem Endkampffeld kämpft er mit 5 SP, also 3 mehr als zu Beginn, und dass, ohne auch nur 1 Gold auszugeben.

Kurz nochmal zu Bragor:
Ragnar beschreibt ja schon eine tolle Taktik, aber auch, wenn Bragor nur 2 SP generiert sind das immerhin 4 Gold, die ihr euch spart. Bei anderen Helden, vor allem Kram, sehr gut investiert!!
Und wie Galaphil schreibt, ist der größere Vorteil Bragors, dass er sowohl Fern- als auch Nahkämpfer ist. Nun auch noch einen Helm tragen zu können, würde ihn dann doch etwas stark machen. Aber das große Ablagefeld schmerzt, das gebe ich zu.

Viele Grüße
Boggart
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Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Butterbrotbär » 31. März 2019, 01:18

Hallo Galaphil, m@broetchen, Bombo, Ragnar und Boggart – was für eine Versammlung! :P

Jawohl, Eara und Kram schätze ich von den Grundhelden in DlH auch als das harmonierendste Zweierteam ein – demnach halte ich Chada und Thorn wahrscheinlich auch für die grösste Herausforderung.

Galaphil hat geschrieben:Ich sage ja nichts gegen Liphardus, ich finde seine SF sehr gut. Ich mag nur nicht, dass er dafür bezahlen muss, Eara mit ihrer Hoffnungskarte aber nicht, wo sie doch genau dasselbe macht.

Ich kann absolut verstehen, dass es einen nervt, dass Liphardus einen ausgewürfelten Wert, während Eara einen fixen (und noch dazu kleiner/gleich grossen) Betrag an WP für den Schattensprung abgeben muss. Doch wir können die beiden Fähigkeiten nicht gleichsetzen – Liphardus’ fungiert für die gesamte letzte Hoffnung als zweite SF (diese sollten wirklich nicht zu stark sein), Earas dagegen nur für eine einzige Legende. Und in dieser geht es gerade noch um den krönenden epischen Abschluss der Saga – ein wenig Unausgeglichenheit unter den schon dritten Sonderfähigkeiten der Helden nehme ich da noch gerne in Kauf.

Galaphil hat geschrieben:Lustig, Skelette als stete Gegenstandsquelle sind doch offensichtlich (zumindest, wenn man es einmal weiß). Im Spiel zu zweit sind sie vielleicht lästiger, aber gerade zu viert, wo man doch immer Apfelnüsse braucht, retten sie einem so oft die Nacht, um nicht hungrig einschlafen zu müssen. Und das schöne: sie bewegen den Erzähler nicht und lassen sich immer wieder vertögeln, so wie die Römer bei Asterix und Obelix.

Du sagst es – und ich sehe, da mag jemand gewisse Comics. Kein schlechter Geschmack, möchte ich meinen. :lol:

Galaphil hat geschrieben:Man darf nicht unterschätzen: Im Spiel zu zweit und wenn man hauptsächlich nur den Endgegner besiegen muss, dann reicht ein TdH meist aus. Und wenn Chada dann für jeden Spieler einen Trank kauft, dann kostet das nur das Äquivalent von einem Stärkepunkt (einen Trank bekommt man ja geschenkt), und bringt doch hoffentlich zweimal +5, wenn nicht +6, also 10 bis 12 Extrapunkte. Hier halte ich Chada und Eara als sehr gute Kombination.

Ja, dies macht Chadas zweite SF auf dem Grundspielplan nützlicher im Spiel mit weniger Helden – dafür ist (zumindest die helle) Eara stärker, wenn mehr Helden gemeinsam kämpfen.

m@broetchen hat geschrieben:Ich hoffe dass meine Frage nicht schon diskutiert wurde und ich die Antwort lediglich übersehen habe. Falls doch, möge man es mir bitte nicht übel nehmen.

Ich hätte es jetzt nicht als etwas Negatives eingeschätzt, wenn eine Frage mehrmals geklärt wird – es ist oft schwer, bestimmte ältere Threads wiederzufinden, und noch viel schwerer, zu sehen, ob eine Frage bereits einmal gestellt wurde. Zudem kommen so wieder interessante Diskussionen auf. :lol:

Zu Bragor:
Seine Fernkampffähigkeit ist nicht zu unterschätzen – bereits nach einem einzigen gewonnen Stärkepunkt ist er kampfstärker als Chada, deren ganze Fähigkeit auf Audax beschränkt ist, wenn man keine zusätzlichen TdH kauft.
Wobei, mir fällt gerade auf, dass das nicht ganz korrekt ist: Chada macht es immer noch weniger aus, in eine tieferen WP-Zeile zu fallen und macht somit oft mehr Überstunden als Bragor – besonders, weil bei Bragor ein besonders negatives Gefühl damit verbunden ist, WP auszugeben.
Ebenso kann Chada von gewissen Gegenständen wie Varatans Helm ungleich besser profitieren als Bragor.

Galaphil hat geschrieben:Dafür kann er halt keinen großen Gegenstand tragen, weil er für seinen Stoßspeer eben immer beide Hände braucht (oder so).

Natürlich kann man den fehlenden Helm und grossen Ablageplatz In-Universe so erklären, aber ich glaube zu wissen, dass MM einst gesagt hat, dass es sich dabei um eine Design-Entscheidung gehandelt hat. Schliesslich würde ein relativ kleiner Schild und ganz besonders der Heldenarm auf dem Falken oder Bogen nicht wirklich zum Bild des hühnenhaften Kriegers passen. Ich gebe aber gerne zu, dass ich kein passendes Zitat oder so habe – das ist eher gefährliches Halbwissen, von dem ich nicht mehr sagen kann, woher es kommt, und bei dem ich mir nicht mal sicher bin, ob ich es überhaupt mitteilen sollte.

Galaphil, wie immer ist deine Einschätzung aussergewöhnlich klar und gut fundiert. Ich würde noch hinzufügen, dass Bragor im Sternenschild besonders gut mit der Flöte harmoniert – im Allgemeinen kann Bragor von allen Helden (ausser Drukil vielleicht?) am Besten von Willenspunkten profitieren, und glänzt in Legenden, in denen die WP der Helden in Ruhe gelassen oder sogar durch Mechanismen erhöht werden. Dafür ist er ein wenig schlapper, wenn die Willenspunkte der Helden unter Beschuss stehen – ich stelle mir ihn jetzt im Angriff der Barbaren nicht als die optimalste Wahl vor. Dies liegt aber auch an seinen fehlenden Ablagefeldern. Diese sind (wie so jede Beschränkung) oft genug nicht wirklich von Einfluss, haben aber in gewissen Legenden besonders harte negative Konsequenzen – etwa, wenn die Helden Fässer transportieren müssen, Schilde von Bedarf sind (etwa beim Barbarenangriff oder wenn die magischen Schilde im Spiel sind) oder wenige Helden mitspielen (bei zwei Spieler fällt ein fehlendes grosses Ablagefeld schon schnell ins Gewicht).

Aber ich finde auch nicht, dass alle Helden durchs Band durch gleich stark sein sollten, denn dann könnte es praktisch keine Variation zwischen ihnen geben. Ich heisse es gut, wie ausgeglichen die Grundspielhelden sind, aber ich mag auch Helden, die spezieller sind – komplexere Helden bringen abhängig von der Situation entweder mehr oder weniger als gewisse Grundspielhelden, und es kann sowohl spannend sein, diese Situationen zu bestimmen und auszunutzen, als auch durch sie eine besondere Herausforderung zu erhalten. Die Dunklen Helden sind ganz besonders komplex im Vergleich mit den Grundspielhelden – es ist auch die natürliche Entwicklung eines Spiels, dass mit Erweiterungen mehr Nuancen und Komplizierungen die Bühne betreten. Da finde ich es auch schön, dass die originalen Helden auch heute noch eine gute Wahl darstellen, also die neu dazugekommenen Helden nicht viel stärker geworden sind. Was ich eigentlich sagen wollte: Auf die Frage, was der Vorteil von Bragor ist, würde ich sagen: Es gibt Situationen, in denen er glänzen kann (Galaphil hat viele genannt, ich werf’ den Sternenschild da noch dazu). Und es gibt viele Spiele, in denen ich ihn schlichtwegs interessant finde.

Schade finde ich, dass Bragor den Knochenhelm aus VL nicht tragen kann – er könnte ganz besonders davon profitieren.

Ragnar stimme ich ganz besonders zu, dass die Grundspielhelden alle relativ generische Strategien haben (Kram vielleicht mal ausgenommen), während Helden wie Bragor und Drukil einen neuen Stil verlangen. Ich habe zwar bereits länger nicht mehr mit Bragor gespielt, und dies auch jeweils nur in kleineren Gruppen, und wow! Wir konnten fast immer einige SP aus seiner SF rausschlagen, aber 7-8 SP zu generieren wirkt für mich nach enorm viel. Ist diese Zahl ein durchschnittlicher Erfahrungswert oder eine Abschätzung?
Nicht dass ich an dir oder deiner Argumentation zweifeln würde. Es interessiert mich bloss, ob wir Bragor bis jetzt massiv unterschätzt haben. Und ob dies auch in kleineren Runden oder bloss in 5er oder 6er Teams funktionieren kann.

Wo wir es gerade von Orfen haben: Weiss jemand, warum er in der Bonus-Box-Version in seiner ersten Willenspunktezeile neu 2 statt 1 Würfel werfen kann. Den Wechsel in der Farbe kann ich verstehen, da er sich etwa im Geheimnis des Königs von Kram abgrenzen soll, und man nicht einfach die heiss begehrte Urversion von Orfen in eine Box stecken sollte, aber die zusätzlichen Würfel sind eine Veränderung, die ich mir noch nicht begründen kann.

Wie Boggart sagt, dass Galaphil schreibt: Bragor dient als Fernkämpfer was! Einen grossen Unterschied auf seinen Kampfwert scheint es für mich allerdings nicht zu machen, ob er auf demselben Feld wie sein Gegner oder auf einem angrenzenden steht.

Allen liebe Grüsse
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Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Boggart » 31. März 2019, 06:57

Hallo Butterbrotbär!

Dein erstes Zitat hast du fälschlicher Weise mir zugeteilt, es ist allerdings von Galaphil. Könntest du das noch einmal ändern? Danke!

Ragnars 7-8 SP für Bragors SF ist ein hypothetischer Wert, von dem er auch sehr gut darlegt, wie der zu Stande kommt. In kleinerer Runder wird das ganze ungleich schwerer, da Bragor für diesen Wert fast nichts anderes machen kann, als zwischen den Brunnen hin und her zu laufen (hat ja nur 7 Stunden...).

Wie alle WP-Intensiven Helden profitiert Bragor natürlich sehr gut von der andorischen Flöte, am besten finde ich die aber immer noch bei Eara aufgehoben, da bei ihr der durchschnittswert um 1,5 höher liegt als bei anderen Helden. Natürlich bringt das nur was, wenn sich genug andere Helden um sie heru versammeln, sie selbst benötigt die WP ja nicht so dringend ;)

Beim Angriff der Barbaren eigenen sich Helden wie Drukil und Bragor gut dafür, die Burg zu verteidigen. Man sollte Bragor vielleicht ein paar SP zu beginn zukommen lassen und seine WP puschen, dann generiert er in den 2-4 Tagen bis zum Endkampf entsprechende SP auf Feld 5 und verliert dank der Burg keine WP. Wei schon so oft erwähnt: Die Taktik den Helden anpassen, nicht anders herum.

Zu Orfen könnte ich mir vorstellen, dass der originale dem Team um MM vielleicht etwas zu schwach vorkam. Dass sein Aussehen in dem Zug auch etwas aufgemöbelt wurde, für mich wirkt er stärker gepanzert, passt auch zu dem extra Würfel ;)

Viele Grüße
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Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Butterbrotbär » 31. März 2019, 20:14

Hallo Boggart

Boggart hat geschrieben:Dein erstes Zitat hast du fälschlicher Weise mir zugeteilt, es ist allerdings von Galaphil. Könntest du das noch einmal ändern? Danke!

Danke fürs Bemerken und sorry, da frage ich mich echt, wie das passieren konnte. :? Jedenfalls sollte es jetzt korrigiert sein.

Jawohl, ich finde auch, dass Ragnar sehr gut gezeigt hat, wie er auf diesen Wert kommt. Ich wollte bloss besser einordnen können, ob es sich dabei um eine theoretische Überlegung handelte oder um einen Erfahrungswert, von dem schön erklärt ist, wie er zustande kommt (nicht, dass eines dem anderen vorzuziehen wäre). Ich würde es nun eher als ersteres ansehen.

Wir scheinen übereinzustimmen :P Auch ich würde die Flöte so gut wie immer Eara geben, da sie einfach mehr WP rausschlagen kann (und mindestens eine 4 wirft!). Und auch wenn ihre WP keinen Einfluss auf ihren Würfel hat, kann sie so erheblich mehr Überstunden machen. Ein Forn, Drukil oder Bragor wird Earas Musik aber wohl besonders geniessen. :D

Zum Angriff der Barbaren: Du hast natürlich recht, Bragor muss sich gar nicht weit in die barbarenverseuchten Lande hinauswagen, kann immer noch sehr gut vom Brunnen nahe der Burg profitieren, und sich dann erst fürs Besiegen/Besänftigen des Barbarenkönigs aufmachen.
Boggart hat geschrieben:Die Taktik den Helden anpassen, nicht anders herum.
Wie immer weise Worte. Ich versuche, sie im Hinterkopf zu behalten. :P

Du hast recht, Orfens Panzerung ist mir noch gar nicht aktiv aufgefallen. Und im Verlauf der Erweiterungen scheint sich der "Standardwert" für Würfelanzahlen, wenn es denn überhaupt so einen gibt, von 1/2/3 zu 2/2/3 entwickelt haben. Dies könnte aber auch nur mein persönliches Gefühl sein.

Danke für die rasche Antwort und Liebe Grüsse
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Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Ragnar » 31. März 2019, 20:58

Butterbrotbär hat geschrieben:Ragnar stimme ich ganz besonders zu, dass die Grundspielhelden alle relativ generische Strategien haben (Kram vielleicht mal ausgenommen), während Helden wie Bragor und Drukil einen neuen Stil verlangen. Ich habe zwar bereits länger nicht mehr mit Bragor gespielt, und dies auch jeweils nur in kleineren Gruppen, und wow! Wir konnten fast immer einige SP aus seiner SF rausschlagen, aber 7-8 SP zu generieren wirkt für mich nach enorm viel. Ist diese Zahl ein durchschnittlicher Erfahrungswert oder eine Abschätzung?
Nicht dass ich an dir oder deiner Argumentation zweifeln würde. Es interessiert mich bloss, ob wir Bragor bis jetzt massiv unterschätzt haben. Und ob dies auch in kleineren Runden oder bloss in 5er oder 6er Teams funktionieren kann.


Hallo Butterbrotbär,

es handelt sich um einen Erfahrungswert, wie es problemlos in einem Spiel ab 4 Helden möglich ist. Bragor läuft dann tatsächlich nur zwischen den Brunnen auf 5 und 35 hin und her.
Um beide Brunnenfelder zu betreten und auch wieder zu verlassen, braucht er sechs Stunden. Die 7. Stunde kann Bragor dann zum Kämpfen aufwenden, z. Bsp. in L5 zur Befreiung der Burg von Feld 5 aus. (Funktioniert auch hervorragend in Verbindung mit Kheelas auf Feld 5 stehendem Wassergeist).
Falls man diese Taktik verfolgt, macht es bspw. Sinn Bragor frühzeitig ein HK zur Erhöhung der WP zu geben.

Mit einem Erfahrungsbericht kann ich dich leider nur in den Norden verweisen, wo ich mit Bragor 9 SP durch Brunnen generiert habe:
Fan-Legende: Das Erbe Varatans

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Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Butterbrotbär » 31. März 2019, 21:17

Hallo Ragnar

Ich fasse mich kurz: Danke für deine Klarifikation, du siehst mich beeindruckt. :D
Dann ergibt es wirklich Sinn, Bragor mit dieser Taktik so früh wie möglich auf seine 15 WP zu bringen, auch wenn ich diese Strategie früher als zu fixiert angesehen hätte. Dein Bericht ist äusserst klar und war unterhaltsam.

Liebe Grüsse
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Re: Die Vor- und Nachteile ALLER Charaktere

Beitragvon Galaphil » 1. April 2019, 06:38

Dann noch ein Hallo schnell hier - aus meiner 'Mittagspause'.

Zu Liphardus vs Eara: nun, der Punkt ist, dass Liphardus den negativen Feedback zu seiner 2. SF hat, die ja hilfreich sein sollte, so aber sich und andere in den Abgrund reißen kann. Vergleicht man dies mit Earas 2. SF, so ist diese ausschließlich positiv.
Andererseits: sieht man Liphardus als ersten dunklen Helden, so haben auch andere dunkle Helden potentielle negative 2. SF. Bei Leander, dass man das Ereignis nicht mehr abwenden kann. Bei Drukil, Forn und Darh dagegen bei der ersten SF, wo das Einwürfeln der Zombiekreatur, das Überspringen durch Kreaturen und der Bär als Wildes Wesen sehr negative Auswirkungen haben können. Vielleicht sollte man Liphardus also wirklich mehr mit den anderen DH vergleichen sollen als mit den Grundhelden...

Im Grundspiel sehe ich kaum einen substanziellen Unterschied zwischen Eara und Chada. Sie harmonisieren auch sehr gut zusammen. Was aber (fast) alle Grundspielhelden tun. Zu vergessen ist nur Kram in allen Minenlegenden. Der ist dort echt fehl am Platz.

Zu Bragor/Chada: es klingt doof, aber ich weiß echt nicht, was du damit meinst, dass sich Chadas Fähigkeit auf Audax beschränkt?
Und gerade im Sternenschild finde ich, wie beschrieben, Bragor als suboptimal. Es ist ausgesprochen frustrierend, wenn das Sternenschild eingewürfelt wird und neben Bragor gefunden wird! Und man dann einen Tag oder mehr verbraucht, um einen anderen Helden dorthin zu schicken. Und im Zwei-Spielerspiel kann das spielentscheidend werden.

Na ja, von der Flöte profitieren alle Helden, nicht? ;)
Aber natürlich ersparen sich einige Helden dafür viele Brunnenstunden. Und zur Abrundung sag ich noch, dass Fennah dann auch schon enttäuscht ihr Horn weggekickt hat, wenn alle, die es brauchen, schon dank Flöte in der letzten WP-Zeile sind.

Eine kurze Frage: klar kann ich zuhause nachschauen, aber ist es nicht so, dass Eara ihre SF nur im Kampf einsetzen kann? Also den Würfel der andorischen Flöte gar nicht drehen darf? Aber vielleicht täuschen ich mich da und habe das früher eh richtig gespielt. (Ist schon sehr lange her, insofern verzeiht mir bitte mein schlechtes Gedächtnis).

Oh, ich finde, dass die Grundspielhelden besser sind/waren als die Neuen Helden und letztere immer eine besondere Herausforderung darstellten. Bei den DH und speziell bei Forn bin ich mir danach mehr so sicher.

Zu Orfen: das ist mir auch aufgefallen und ich hatte mir überlegt, das in einem eigenen Strang zu thematisieren und zu hoffen, dass Herr Menzel antwortet.
Ansonsten glaub ich auch, dass man ihn im Vergleich zum ersten Orfen als zu schwach ansah. Vor allem für die Soloversion sind zwei Würfel in der ersten Zeile deutlich besser als nur ein Würfel.
Was mir auch aufgefallen ist: dass Eara in der letzten Hoffnung weniger Stärke- (und ch glaub auch: Willenspunkte) hat als im Grundspiel/Norden.

Und abschließend noch einmal: Egal ob Bragor oder Arbon, beide sind neben ihrer zweiten Spezialfertigkeit zusätzlich Fernkämpfer und ersparen sich so zusätzlich Zeit. Das wird gerne übersehen! Schließlich ist ja auch Chadas SF der Bogen/Fernkampf.
Bei Arbon und Bragor hält man nur die zweite Besonderheit für die SF, aber eigentlich sind es nur Varianten von Chada und sollten mit ihr verglichen werden.

Lieben Gruß Galaphil
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