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Tavernentratsch

Re: Tavernentratsch

Beitragvon Schlafende Katze » 18. Juli 2019, 12:12

Bei uns waren es immer Lalelu, Der Mond ist aufgegangen, Kein schöner land und Guter Mond, du gehst so stille. ^^

Ich hab das aber auch noch genossen als ich älter war und unsere Cousinen zum "babysitten" da waren, während unsere Eltern tanzen waren. Da gab es dann auch immer eine Gute-Nacht-Geschichte. Allerdings haben wir 4 uns dann immer beim lesen abgewechselt. Momo, Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch und Harry Potter waren da dir Favoriten. Aber klar, dafür ist lesen können zumindest mal nicht die schlechtetste Voraussetzung ^^

Mein Lieblingspferd war ja das von Papa selbstgebaute Holzsteckenpferd mit Lederzaumzeug. Da war Papa echt der Held ^^

Und das mit dem auswendig kennen: warte, bis sie die Augsburger Puppenkiste oder die Disneyfilme (vor allem die Lieder) auswendig kann ;)

Grüßlis
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Galaphil » 18. Juli 2019, 12:28

Ja, ich hab natürlich auch normale Schlaflieder vorgesungen, aber irgendwann gehen die einem auch aus - und ich bin nicht unbedingt derjenige, der alle Lieder auswendig im Kopf hat. Aber an Schlaf, Kindlein schlaf; oder Guten Abend, Gut Nacht, kann ich mich auch noch erinnern, bzw kam dann irgendwann auch noch Weißt du, wieviel Sternlein stehen dazu.

Tja, unsere Babysitterinnen hatten bisher kein leichtes Spiel, sagen wir mal so. :roll:
Zumindest hat keine von ihnen ihren Kontakt bisher dauerhaft abgebrochen, das ist ja auch schon was. Das ist auch mit ein Grund, warum wir dann meistens immer nur einzeln etwas ausmachen/unternehmen.

Tja, ich fürchte, ich falle nicht unbedingt unter Held nach deiner Definition :(
Aber sie mag mich trotzdem!

Also, die Augsburger Puppenkiste wird sie wahrscheinlich nicht kennenlernen, aber dafür den Kasperl und das Krokodil. Da sind wir eh schon weit hinterher, was die regelmäßigen Kasperlbesuche betrifft. Und "Krawutzi-Kaputzi!" kann sie schon fast so schön sagen wie der original Kasperl. :D

Was sie auswendig kann: Das Pippi-Langstrumpf-Lied.
Und was sie auch sehr gerne und sehr viel öfter sehen und hören würde: Elsas "Let it go". Insofern ist Disney auch schon angekommen bei uns.
Derzeit ist ihr neuester Spleen, dass sie sich eine Decke über den Kopf zieht, so wie ein Gespenst, und blind herumirrt und mit hohler Stimme "Elsa! Elsa" ruft. Oder wahlweise "Anna! Anna!"

Lieben Gruß, Galaphil
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Galaphil » 18. Juli 2019, 15:29

And now to something completly different: heute kam der Anruf, dass das bestellte und für Anfang August avisierte Geburtstagsgeschenk für meine Frau schon im Lego-Brickstore abzuholen ist: Schloss Hogwarts, die Megabox mit über 6000 Teilen!
Lustigerweise hat sich meine Frau das sogar wirklich gewünscht (möglicherweise hat sie's nicht ernst gemeint, aber das zählt nicht). Das versteckt aufbewahren bis Ende August wird noch eine Herausforderung bei der Größe. :roll:

Das wäre mal das Positive. Jetzt aber, wie ich das Riesenpaket abgeholt hab, hab ich mich gewunden, warum sie den Vollpreis verrechnen, wo doch meine Recherche im Lego-Shop eine Verbilligung um 10€ ergeben hatte. Die Antwort: Kunden bekommen den verbilligten Online-Preis nur auf aktive Nachfrage! Order des Chefs!
Unglaublich, oder?
Na, nachdem ich dann hartnäckig weiter nachhakte, hab ich tatsächlich 10 € wieder zurück bekommen. Bei der Gesamtsumme zwar nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber besser als voll gezahlt ist es immer noch.

Nur: wie sich der stationäre Handel mit solchen 'Aktionen' auf Dauer gegen den Onlinehandel behaupten will ist mir schleierhaft.
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Schlafende Katze » 18. Juli 2019, 16:45

So, nach erfolgreichem Blutspenden wieder zurück.
Ich kann es nur jedem ans Herz legen :)

Schick das Schloss zu mir. Da findet es deine Frau sicher nicht. Ich kann aber auch nicht garantieren, dass du es ungeöffnet zurück bekommst.

Ich bin ein riesen Spielekind ^^
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Boggart » 18. Juli 2019, 19:26

Blutspenden... war ich schon lang nicht mehr. Aber wenn man im neuen Wohnort ist, muss man ja immer erst einmal einen finden und erst danach bekommt man die Infos, wann wieder einer ist. Ja, ich weiß, Internet könnte in dem Fall helfen ;)

Rituale sind sehr wichtig, gerade beim Einschlafen. Vorsingen hatten wir auch, ich hab dann irgendwann einfach neue Strophen erfunden. Zur Zeit bekommt er vorgelesen. Ist mir sehr wichtig, da das auch mein Einschlafritual ist, quasi. Die meiste Zeit meines Lebens hab ich zwar selbst leise gelesen, aber inzwischen lese ich auch meiner Frau vor.
Und das Vorlesen für den Kleinen hat auch den Vorteil, dass ich mal wieder zu den alten Kinderbüchern komme. Momentan ist Jim Knopf dran, auch wenn er wohl noch nicht wirklich folgen können wird.
Wie gesagt, Rituale sind super, man muss bloß aufpassen, dass sie nicht zu sehr ausufern, was der Grund war, warum wir irgendwann die Reissleine gezogen haben.

Einen schönen Abend!
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Butterbrotbär » 18. Juli 2019, 20:23

Hallo Andori,

Ah, das aktuelle Thema weckt wieder Erinnerungen an die guten alten Gutenachtlieder. :P Wobei, wahrscheinlich sind es nicht mal mehr Erinnerungen, sondern mehr eine inzwischen inakkurate, aber wundervoll nostalgische Vorstellung davon, wie der Einschlafprozess in der Kindheit ausgesehen haben könnte.

Galaphil hat geschrieben:Ach ja, Gute-Nachtlieder... Unsere kleine Prinzessin beherrscht das Vater Unser auch nur deshalb, weil ich es ihr immer wieder zum Einschlafen vorgesungen hab.

Ich wusste gar nicht, dass es eine Melodie zum Vater Unser gibt. :lol:

Galaphil hat geschrieben:And now to something completly different: heute kam der Anruf, dass das bestellte und für Anfang August avisierte Geburtstagsgeschenk für meine Frau schon im Lego-Brickstore abzuholen ist: Schloss Hogwarts, die Megabox mit über 6000 Teilen!

Hach, ein wahres Prachtstück! Besitze es nicht, admiriere es aber. :D

Was meint ihr, was die Andori ihren Kindern so für Gutenachtgeschichten erzählen?
Der gestiefelte Streifenmarder
Die Prinzessin auf der Apfelnuss
Vom Troll und den sieben Tarenkindern

Liebe Grüsse
Der Butterbrotbär
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Schlafende Katze » 18. Juli 2019, 21:33

@Boggart: normalerweise hängen da auch ab und an Plakate, auf denen die Info zu finden ist ;)

@Butterbrotbär: kannst du mir das Märchen vom gestiefelten Streifenmarder bitte erzählen? :oops: ;)
Ist das so ähnlich wie "der kleine Nerax?"

Grüßlis von einer leicht erschlagenen Katze!
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Butterbrotbär » 18. Juli 2019, 22:22

So höret ihr das Märchen vom gestiefelten Streifenmarder (könnte sein, dass mein Gedächtnis ein wenig rostig ist, was die Details angeht):

Es war einmal – zu einer Zeit, als Werftheim noch von einem Dunklen Magier regiert wurde – ein Werftheimer, der sein Brot damit verdiente, Schiffe zu bauen. Dieser alte Herr war mit drei Söhnen gesegnet worden, und als er verstarb, vermachte er seinem ältesten Sohn seinen kleinen Werftbetrieb, welchen dieser weiterführen sollte. Seinem zweitältesten Sohn vererbte er seinen kleinen Kahn, und dieser zog damit in die weite Welt hinaus. Dem jüngsten Sohn hingegen hinterliess er nichts weiter als den kleinen Streifenmarder, welchen er als Haustier gehalten hatte.
Der jüngste Sohn war enttäuscht, sah keinen weiteren Zweck im Streifenmarder und war schon kurz davor, ihn zu braten und für einige Goldstücke zu verkaufen. Doch der Streifenmarder sprach zu ihm: „Wenn du mich leben lässt, und mir deine Stiefel schenkst, damit ich die weite Welt bereisen kann, so sollst du reicher werden, als du es dir je hättest träumen können.“ Und der jüngste Sohn schenkte dem Streifenmarder seine Stiefel, woraufhin dieser von dannen zog.
Der Streifenmarder war geschwind in seinen neuen Stiefeln unterwegs, sammelte Muscheln an den Küsten von Werftheim und brachte diese zu den Silberzwergen im Norden, um sie gegen gutes Gold einzutauschen. Ein Teil dieses Goldes brachte wiederum er dem Seekönig von Varatanien „als grosszügiges Geschenk des edlen Fürsten von Werftheim“. Der Seekönig von Varatanien hatte noch nicht von einem solchen Fürsten gehört, doch da er gerade dabei war, einen geeigneten Gatten für die Seeprinzessin von Varatanien zu finden, liess er ein Schiff in See stechen, um den Fürsten von Werftheim kennenzulernen.
Indes war der gestiefelte Streifenmarder bereits flink wie der Wind nach Werftheim zurückgekehrt, und verteilte den Rest seines Geldes unter den Bewohnern, unter der Bedingung, dass sie dem Seekönig erzählen würden, dass alle ihre Häuser dem „Fürsten von Werftheim“ untertan wären. Dann lief er zum jüngsten Sohn und befahl ihm, seine dreckigen Kleider auszuziehen und sich splitternackt in die tosende See zu werfen. Der jüngste Sohn tat, wie ihm aufgetragen.
Als nun der Seekönig von Varatan sich Werftheim näherte, trat der gestiefelte Streifenmarder zu ihm und sprach: „Seht, böse Piraten haben das edle Schiff des Fürsten gestohlen, ihm alle Kleider geraubt und ihn über Bord geworfen. Dort schwimmt er!“ Und der nackte jüngste Bruder wurde an Bord des Schiffes des Seekönigs gebracht und mit den edelsten seeköniglichen Kleidern ausgestattet.
Doch der Seekönig fragte die Anwohner von Werftheim: „Wem gehören all diese Häuser hier?“ Die Werftheimer antworteten: „Sie sind alle im Besitz des edlen Fürsten von Werftheim.“ Und nun glaubte der Seekönig dem Streifenmarder, dass der jüngste Bruder der Fürst von Werftheim sei.
Der dunkle Magier aber, der Anspruch auf die Insel Werftheim erhob, mochte es gar nicht, dass jemand sich als Fürst seines Herrschaftsgebiets ausgab, und er stützte herab wie ein Raubvogel, um dem gestiefelten Streifenmarder ein Ende zu bereiten. Der gescheite Streifenmarder forderte ihn heraus und spottete: „Du behauptest, der mächtigste Dunkle Magier weit und breit zu sein, doch kannst du dich nicht einmal in einen Würfel verwandeln.“ „Kann ich wohl“, spieh der Dunkle Magier wütend zurück, und verwandelte sich als Demonstration seiner Macht in einen kleinen Würfel. Doch das war ein Fehler gewesen: Der gestiefelte Streifenmarder zögerte keine Sekunde: Er stibitzte den Würfel, und der Dunkle Magier war nicht mehr.
Der Seekönig von Werftheim vermählte daraufhin den jüngsten Sohn als Fürsten von Werftheim mit seiner Tochter, der Seeprinzessin, und als der Seekönig starb, wurde der jüngste Sohn der nächste Seekönig von Varatanien. Und der gestiefelte Streifenmarder ward sein engster Ratgeber. Die Moral von der Geschicht – die kenn’ ich wirklich nicht. Doch wenn sie alle nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Butterbrotbär » 18. Juli 2019, 22:24

@Schlafende Katze: Mich würde natürlich die Geschichte vom kleinen Nerax interessieren. :P

Liebe Grüsse
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Re: Tavernentratsch

Beitragvon Galaphil » 19. Juli 2019, 03:38

Hallo und Guten Morgen - unbestätigten Gerüchten zufolge soll es ja der beste Freitag der ganzen Woche werden.

#Schlafende Katze: ehrenwert, aber mein Blut hab ich schon im Juni hunderten Stechmücken gespendet.
Und Hogwarts dir zu schicken bringt gar nichts - ich weiß ja genau, wo unsere Katze schläft. Da findet es meine Frau sofort!

Boggart: Jim Knopf und Lukas waren noch nicht so der Renner. In letzter Zeit waren vor allem Winnie Puh - Gute Nacht Geschichten hoch im Kurs, aber auch das magische Baumhaus (junior), wer's kennt. Und jetzt will sie die Pferdecomics von Wendy und dem Horse-Club vorgelesen bekommen.
Dazu noch den Grüffelo und Conni kann nicht einschlafen - fertig ist der Büchermix!
Und letztes Jahr mussten wir jeden Tag Geschichten von der kleinen Hexe Lisbeth vorlesen.

Butterbrotbär, dein Märchen finde ich echt schön! Ganz großen Applaus!!!
Und jetzt muss ich leider in die Arbeit.

Lieben Gruß Galaphil

PS: wer hat denn die Katze gestern erschlagen? :?
Ich schwöre es, unsere Prinzessin war es nicht!
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