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Story: Der Ewige Rat

Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon TroII » 11. Juli 2021, 11:57

Soo,

nachdem ich mir die Platzhalter heute früh früh schon gekrallt habe, hier jetzt noch ein paar Worte zur Pause und dem Weitergehen von meiner Seite:
Erst einmal: Ich habe die Geschichte von den Beiträgen her ein bisschen umstrukturiert. Inhaltlich keine einzige Änderung, aber jetzt hat jeder Buchstabe und jedes Zwischenspiel einen eigenen Beitrag, das gefällt mir insgesamt doch besser. Das führt dazu, dass von den 10 neuen Platzhalter-Beiträgen die Hälfte jetzt schon gefüllt ist, nicht darüber wundern! ;)
(Ach so, und es führt dazu, dass ich schon unauffällig die Titel der nächsten Kapitel anteasern kann... 8-) )

Und dann zur Pause: Wie bereits damals geschrieben waren meine Vorräte (fast) aufgebraucht, und es hat aus verschiedenen Gründen länger gedauert als erwartet, einen ausreichenden Vorrat zustande zu bekommen.
Erstens habe ich einfach weniger Zeit als damals.
Zweitens habe ich das Gefühl, dass ich auch langsamer schreibe. Ich weiß nicht genau, woran das liegt. Vielleicht weil ich, je weiter ich komme, immer weniger aus dem Bauch schreiben kann und immer mehr meine Pläne zu Ende bringen muss. (Das erste Janis-Kapitel etwa ist komplett aus einer Laune heraus entstanden. ^^) Vielleicht, weil sich mein Schreibstil etwas verändert hat und ich jetzt ... hmm, keine Ahnung ... perfektionistischer bin? :roll:
Drittens, weil ich irgendwann zwar einen großen Vorrat hatte, aber andererseits auch schon so viel Zeit verstrichen war, dass ich mir dachte: Ob ich jetzt zwei Monate früher mit dem Veröffentlichen anfange, macht doch eigentlich auch nicht soo einen Unterschied. Aber wenn ich jetzt schon die gesamte Geschichte abschließe und erst dann veröffentliche, kann ich 100% sicher gehen, dass ich keine Pausen mehr einlegen muss und kann gleichzeitig nochmal ganz zum Schluss drübergucken, ob ich irgendetwas noch überarbeiten sollte!
Tja, ganz umgesetzt habe ich diesen Plan nicht (die letzten anderthalb Buchstaben plus Epilog sind zwar durchgeplant, aber noch nicht zu Papier gebracht), aber das bisschen, was noch fehlt, steht inhaltlich und stilistisch fest genug, als dass ich mir noch Gedanken um rückwirkend nötige Änderungen machen müsste, und ich habe mehr als genug Zeit dafür, bis ich sie veröffentliche.
Das wirft vielleicht die Frage auf: Warum habe ich nicht noch gewartet, bis ich das letzte bisschen auch noch hatte? Drei Gründe gibt es dafür. Erstens wurde auch ich irgendwann ungeduldig, zweitens kann ich so (wenn ich abgesehen vom 15. und 22. August, an denen ich voraussichtlich nicht zum Veröffentlichen kommen werde, keine weiteren Sonntage aus terminlichen Gründen aussetzen muss) pünktlich zum letzten Sonntag des Jahres fertig werden, und drittens war die Stammtischparty einfach eine zu passende Möglichkeit für diese Ankündigung, als dass ich sie nicht nutzen konnte. 8-)

Also, ohne weitere Umschweife: Für die, die nochmal von vorne anfangen: Viel Spaß beim Lesen. Für die, die sich das sparen: Nächste Woche geht es weiter! :P

Gruß, Troll

PS: Und dann sehe ich gerade noch, dass Bennie gerade jetzt, keine zwei Wochen, bevor es weiterging, ebenfalls mit dem Lesen angefangen hat. Was für ein genialer Zufall! :lol:

Bennie hat geschrieben:30.06.2021
Ich habe ab heute einen neuen Versuch unternommen, mich durch diesen Wust durchzukämpfen. a habe ich gelesen. Die Geschichte gefällt.

07.07.21
b habe ich gelesen. Zum Ende wird es interessant. Die Geschichte um Solantis erinnert an Atlantis sowie an eine bestimmte Star Trek Folge. Vermutlich ist das Motiv um eine versunkene Stadt, die innnerhalb eines bestimmten Zeitrahmens für eine bestimmte Zeit wieder auftaucht, uralt.
Insgesamt ist "b" sehr zäh zu lesen.

08.07.21
So - jetzt hab ich auch "c" gelesen. Die Geschichte ist sehr anstrengend zu lesen, sodass ich ungefähr nach der Hälfte eine längere Pause machen musste.
Die zweite Hälfte ist etwas besser zu lesen. Mit Drukil kommt sogar etwas Spannung in die Geschichte.
Die Dunkle Eara ist sehr gut getroffen.

09.07.21
Da die Geschichte immer recht ermüdend zu lesen ist, hab ich mich heut mal Vormittags dran gesetzt und "d" gelesen. Die Geschichte um Janis ist recht interessant, allerdings finde ich sie nicht nur offensichtlich - sondern auch unterschwellig - zu belehrend.

10.07.21
"e" - Puh, nach ungefähr der Hälfte brauch ich erst mal eine Pause. Die Geschichte ist einfach zu dröge. Die gestern kurz aufgekommene Spannung wurde durch endlose Moral-/Ethik-/Philosophie-Debatten wieder zunichte gemacht.
Die Geschichte ist doch von Troll - wiese gibt es keine Spannung?

Ja, die zweite Hälfte gelesen und die Geschichte um den Falken und Stinner hat dann doch wieder meine Neugier geweckt. Ich werde also morgen einen weiteren Buchstaben lesen. Inzwischen bin ich ein wenig hin und her gerissen. Einerseits möchte ich schon wissen, wie es weiter geht, andererseits sehe ich das Lesen dieser Geschichte wegen der Endlos-Sinnlos-Debatten doch schon als Zweitverschwenung an.


Hallo Bennie,

ja, ich gebe zu, ich habe einen eher "langsamen" Stil. (Man könnte wohl nicht ganz zu Unrecht "zäh" sagen...) Und ja, mein philosophisches Interesse zeigt sich wohl auch innerhalb der Geschichte. Klar, das ist nicht jedermanns Geschmack. Ich fürchte, ein paar dieser philosophischen Gedanken wirst du auch später noch finden... :oops:
Aber ich denke, ich kann dich gleichzeitig auch ein bisschen trösten: Gerade die ersten Buchstaben dienen auch der Einführung der Welt und der Charaktere. (Und insbesondere auch deren Denkweise. Eine "Endlos-Sinnlos-Debatte" von dieser Länge gibt es (wahrscheinlich?) nicht mehr.)
Die Geschichte nimmt jetzt (vielleicht zu :oops: ) langsam an Fahrt auf! Insofern:
Zwinge dich nicht, sie zu lesen, wenn sie dich gar nicht anspricht! Ich habe aber die Hoffnung, dass auch für deinen Geschmack etwas dabei ist. Und danke für die kurze Rückmeldung bis hier - gerade aus negativer Kritik kann man besonders viel lernen. :P
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon Bennie » 12. Juli 2021, 19:35

Hallo Troll,

tja, wie schon Nietzsche einst wusste: "Zufall gibt es nicht"
(um auch mal etwas zum Thema beizutragen). ;)

Tatsächlich hatte ich mich bereits entschieden, die Geschichte nicht weiter zu lesen und meine "Notizen" wieder zu löschen. -> Auf S. 12 der Tavernengespräche und S.11 innerhalb des Threads fällt das ohnehin niemandem auf...(dachte ich).

Aber nun...

Tja, Troll, dann vertraue ich dir mal und werde noch einige Buchstaben lesen.
Evtl. bin ich auch mit der falschen Erwartungshaltung an die Geschichte herangegangen.
Mal sehen.


Reine Neugierde:
Zurzeit hast du ja eine enorme Schaffensphase. Studierst du denn nebenbei noch?

Bennies Lesezeichen:
14./15./16.07. f gelesen (und BBBs Geschichten ;) )
25. u. 28.07. g und h gelesen
31.07. u. 04.08. i, j und Z I gelesen
08.08. k und Z II
15.08. l und Z III
30.08. Shannara Chronicles und Z IV
04.09. n
11.09. o
12.09. p
Huh, zumindest die 2. Hälfte von "p" ging mit gewaltig gegen den Strich. :evil:
./.
18.09. q und ZV
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon TroII » 12. Juli 2021, 20:22

Bennie hat geschrieben:Reine Neugierde:
Zurzeit hast du ja eine enorme Schaffensphase. Studierst du denn nebenbei noch?


Hihi, oh ja, heute war die erste Klausur für dieses Semester. :roll: (Und die nächsten vier Prüfungen kommen innerhalb der nächsten zwei Wochen.)

Streng genommen habe ich auch nicht gerade eine "ernorme Schaffensphase", sondern eher eine stetige (mehr oder weniger) langsame über die letzten Monate/Jahre ( :? ) hinweg. ;)
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon TroII » 18. Juli 2021, 16:44

Soo, nach langer Pause ist es nun so weit:
Es Existiert Endlich E! :P
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon Butterbrotbär » 19. Juli 2021, 12:20

Mir war die letzten Tage etwas kränklich zumute. Was gäbe es also besseres zu tun, als viel Honigtee zu trinken und dazu den Ewigen Rat ganz gemütlich noch einmal von Anfang an durchzuwälzen? :D

Meine Erinnerung ist nicht die beste, insbesondere entschlüpfen mir nur einmal gelesene Details und Zusammenhänge verblüffend schnell. Nichtsdestotrotz kam mir im Voraus die eine oder andere spannende Szene in den Sinn. Des Weiteren wusste ich noch, dass ich beim ersten Lesen vollends begeistert war von der Geschichte, und damals hatte ich noch nicht mal ansatzweise die Perspektive aufs Andorversum, die ich heute habe. Insofern war ich äusserst gespannt darauf, erneut in diese Erzählung einzutauchen, und hoffte ich auf ein freudiges Leseerlebnis. Ich wurde nicht enttäuscht. :P

Gleich Chadas Andenken an die Gefallenen brachte mich wieder mitten ins die Story hinein. Und spätestens bei b erinnerte ich wieder an die wundervoll ausschweifenden Beschreibungen, die in dieser Geschichte geschaffen werden, vom trauernden Agrengesang über Leanders Stille bis hin zu Rhonas blumiger Tirade über den Bleichen König.



Einige unsortierte Gedanken:

der bär und seine sicht auf die welt ist wundervoll beschrieben und verständlich (und die Rote Katze impliziert ja auch die Existenz von Katzen im Andorversum :P ). Nun, eigentlich sind ja alle Figuren vollkommen verständlich geschrieben.

Leanders Reich der Erinnerungen erinnerte mich an den Gedankenpalast von BBCs Sherlock.

Ich wusste noch, dass Santalions Geschichte von Plottwists gesäumt ist, aber nicht mehr, welche Rolle er am Ende einnimmt.

Die mysteriöse Sara ist immer noch eine sehr interessante Figur und tolle Addition zum Andorversum. :D

Earas Reinplatzen in die Versammlung der Zauberer ist hilariös. Ich hatte ganz vergessen, wie viele unterschiedliche schillernde Zauberer du erfunden hattest und in was für einen politischen Thriller Eara hier geraten war.

Guter Umgang mit den verschiedenen Sprachen. :P
Die Gemeine Sprache als Mischmasch aller Sprachen, die das Volk der Agren auf ihrer im Grauen Gebirge endenden Reise durch die Welt angetroffen hat, ist eine höchst interessante These.
Und die Hadrische Sprache wird sehr schön ergänzt, z.B. bei der Inschrift auf Varkurs Grab, mit erkennbaren Wortstämmen und sogar noch mit dem Einbinden der vorher erwähnten svrattar.

f – Die Botschaft des Rates hat geschrieben:„Aber Chada, Thorn, Stinner und ich konnten Qurun aufhalten. Qrweyn hatte unrecht.“
Leander lachte leise. „Ach Eara, die Zauberer wurden bezwungen und das Ende aller nahte. Dass die Welt tatsächlich auch vernichtet wird, ist nicht Bestandteil der Prophezeiung.“
Orweyns Prophezeihung war also doch nicht zwingend falsch. Da hatte ich in meinem neusten Geschichtchen etwas zu harsch über Orweyns Prophezeihung geurteilt. A propos:
Bennie hat geschrieben: 14./15./16.07. "f" gelesen (und BBBs Geschichten ;) )
Cool, Bennie, freut mich! :P

Dann der Ewige Rat selbst... ein würdiger möglicherweise letzter großer Gegner für die Helden von Andor. Seine erste Sitzung wird einfach so grandios eingeleitet! Und ein schmollender Tarok, der mit dem Schwarzen Herold streitet... köstlich! :lol:




Hin und wieder schnappte ich etwas auf, das ich beim ersten Lesen sicherlich übersehen hatte:

In Kmarforias Namen lässt sich unser erster Zauberer des Feuers erkennen.

Es wird über die langen Leben von Brandur, Reka und Melkart reflektiert.

Die katastrophale Erschütterung Krahals wurde durch die Verbrennung des alten Schwarzen Baums im Bronwald ausgelöst.

Ken Dorr war angeblich in den Tod von Schwertmeister Malin verstrickt. Und er scherzt, dass der Thron Andors ihm zustünde, weil innert zwölf Monden niemand Anspruch erhoben hat.

Armond ist im Jahre 76 a.Z. immer noch ein überzeugter Krieger, ja, gar der Schwertmeister der Rietburg. Und Peta hat’s tatsächlich geschafft, ein Krieger der Rietburg zu werden, wenn auch vielleicht nicht mehr unter Brandur. :P

n – Violette Flammen hat geschrieben:„Du hast den Statthalter gehört, Vater!“, rief eine junge Frau. „Marta wird den Hof nur erben können, wenn Andor überlebt.“
Elisa meldet sich als erste Frau für die Krieger Andors?
EDIT: Das sollte natürlich Jutte heissen... nachgucken im Wiki will auch gelernt sein. :oops: :lol:

r – Nar´Al´Pan hat geschrieben:Das Spinnrad, an welchem der Hüter der Zeit den Faden der Geschichte immer weiter spinnt, könnt Ihr nicht zurückdrehen.
Da kommt natürlich das Bild eines spinnenden Temms auf. :mrgreen:

Zwischenspiel X – Alte Gebeine hat geschrieben:Trollfrauen unterschieden sich von ihren männlichen Artgenossen nicht nur in der Farbe ihrer Haut – grau wie Stein anstatt rötlich-braun – sondern vor allem in ihrem starken Willen und beeindruckenden Verstand.
Da muss ich natürlich an Brut und Hella denken. ;)



Dann einige Nachhakfragen:

a – Traurige Erinnerungen hat geschrieben:Noch sein ganzes Leben gab König Brandur stets sein bestes, um die Andori zu beschützen. Er verteidigte Andor gegen die Trolle, die Kreaturen des letzten Drachen und unzählige andere Gefahren. Doch elf Jahre nach seinem Tod übten die Krahder Rache. Sie fielen in sein Land ein und verschleppten Unzählige.
Erfolgte der Angriff der Krahder nicht allerallerspätestens zehn Jahre nach Brandurs Tod?

b – Eine finstere Vision hat geschrieben:Abenddämmerung, Lichttag 42. A.Z.
[...] Heute war Mittsommer, der Lichttag, [...] Die Befreiung seines Bruders nahte. Die beiden Menschen, die den Fluch brechen sollten, waren inzwischen endlich geboren,
Ich dachte bislang, Chada wäre erst im 4. Mond des Jahres 42 a.Z. gezeugt worden, als Brandur den BdL besuchte, um Melkart vom im LdK geschilderten Kampf gegen Tarok zu berichten. Sollte ich das anpassen?

k – Verborgene Feinde hat geschrieben:Morgendämmerung, 22. Herbsttag 76 A.Z.
[...] Der Schwarze Herold war vor zehn Jahren gestorben
Wurde der Schwarze Herold nicht elf Jahre vorher von Orfen besiegt?

Janis’ Alter wurde natürlich erst lange nach der Veröffentlichung der bisherigen Kapitel fix festgelegt, da bringt ein Nachhaken kaum etwas.

o – Die Politik der Einigung hat geschrieben:„Gerne, Souveränin. Aber wir haben nicht genug Kohle vorrätig, um die Legierung zum schmelzen zu bringen.“ Eara war beeindruckt, was Sarakal alles im Kopf hatte. Beinahe tat es ihr leid, was sie mit ihm vorhatte.
„Deswegen werdet Ihr dieses Jahr einen mächtigen Zauberer des Turmes dabeihaben, der das Metall direkt oben zum Schmelzen bringen kann.“
Sollte das ein mächtiger Zauberer des Feuers sein?

w – Die silberne Raute hat geschrieben:Aber ob es sie wirklich gibt, ist deswegen noch lange nicht erwiesen.“
„Das Gegenteil aber auch nicht.“, protestierte Chada.
„Logikfehler, Chada! Nichtexistenz ist nicht beweisbar.
Ist Nichtexistenz wirklich nicht beweisbar? Was, wenn sich aus der Existenzannahme ein Widerspruch herleiten ließe?



So, ich bin definitiv wieder vollkommen investiert in den weiteren Verlauf Geschichte.
Hat Seban am Ende tatsächlich für Brandurs Tod gesorgt?
Wird die hasserfüllte Cera noch eine Rolle spielen?
Kann Ken den Ewigen Rat von innen zerstören, auch wenn Kenvilar ihn durchschaut hat? Oder werden seine Zweifel an Leander zu einem unguten Ende führen? Wie wird Callems und Leanders Zusammentreffen ablaufen? Kann Bragor vor Callem gerettet werden?
Woher weiß Leander von der Kraft von Mhares Amulett?
Wird der Baum der Lieder tatsächlich verbrannt werden, um seinem Samenkorn die Macht zu verleihen, gegen das Samenkorn des Schwarzen Baums anzukommen?
Warum suchen die Mächte des Meeres im Ozean nach dem Samen des Baums der Lieder?
Was hat Kenvilar im letzten Zwischenspiel für eine Schöpfung geschaffen?
Wird der Schwarze Herold mit dem vom Herrn der Schatten erhaltenen umgekehrten Cantharis Hadria ausräuchern können?
Ist schon seit dem Prolog etwas dabei, aus der Hadrischen Unterwelt auszubrechen? Falls ja, was?
Wird sich Hrals letzte Prophezeihung gerade nicht bewahrheiten und die Helden von Andor gerade nicht den reglosen Wächter in ewiger Wacht wecken, der aus Stehen Werden macht? Und wer kann aus Stehen Werden machen? Der Erzähler?
Wird Chada Sadam heiraten müssen?
Wird Kram endlich wieder einen Auftritt haben? – diese Frage hat E schon beantwortet.
Und dann die Prophezeihungen der Drei Schwestern... klar, wenn die Rietgraskrone als Quelle des Schwarzen Herolds vernichtet wird, macht es Sinn, dass Chada sie nie mehr tragen wird. Aber dass sie als Verräterin sterben wird... und Thorn sterben... und Leander sterben... es lässt die Vermutung nahe, dass im kommenden Kampf einige Helden unter widrigen Umständen ihr Leben lassen werden – und dann kann vielleicht nur noch ein Samenkorn in den passenden Händen sie zurückbringen und für ein Happy End sorgen?



Und zu guter Letzt:

Ich will hier nicht meine Einschätzung gegen Bennies aufzuwägen – unterschiedliche Personen haben unterschiedliche Geschmäcker, ich bin relativ rasch von allem Andorischen begeistert und ich tu mich relativ schwer damit, negative Kritik auszuteilen, insofern ist meine erneute Begeisterung nicht sonderlich aussagekräftig.

Dennoch will ich bekräftigen, dass der erste Teil dieser Story mir nun schon zum zweiten Mal enorme Freude gebracht hat, und dafür will ich mich ganz herzlich bedanken. :P

Und viel Erfolg bei deinen weiteren Klausuren!



LG BBB



PS: Und dann ist da natürlich noch der neuste Buchstabe, der uns endlich erreicht hat.

Rodnek und Krahalzar sind zwei Wortkreationen, die mir sehr gefallen! :P
Das Gespräch zwischen Drukil und Leander war wundervoll. Und Eara ist zurück! Den Peak ihrer Geschichte in Hadria liegt nun hinter ihr, und ihre Hilfe dürfte in Andor definitiv vonnöten sein. Es bleibt spannend... und dem Titel des nächsten Buchstaben nach dürften wir bald mehr über den Samen des Baums der Lieder erfahren. :mrgreen:
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon TroII » 25. Juli 2021, 18:58

Finally: F Fertig! 8-)

@BBB: Einmal mehr danke für die Rückmeldung und die netten Worte. Zu deinen Nachhakfragen:
Auf die drei Fragen, die mit Chronologie zusammenhängen, kann ich nur antworten: Wir hatten damals noch kein gut sortiertes Wiki mit einer tollen, umfangreichen Chronik... Vielleicht waren die elf Jahre nach Brandurs Tod in dem Gedanken, dass Brandur ja vielleicht schon 64 gestorben sein könnte. (Was aber den Todeszeitpunkt des Schwarzen Herolds noch merkwürdiger machen würde...)
Zumindest das Problem mit Chadas Geburt ist mir zwischenzeitig beim Drüberlesen auch aufgefallen, aber ich habe mir nur vorgenommen, das irgendwann, wenn alles erstmal fertig ist, zu den Details dazuzunehmen, die dann nochmal für eine "zweite Auflage" korrigiert werden. ;)
(Wenn du also noch mehr solche Ungereimtheiten findest, immer her damit! :D )
Der Zauberer des Turms ist wohl einfach ein Flüchtigkeitsfehler, was die Beweisbarkeit der Nichtexistenz angeht: Ich stimme (natürlich) zu, dass es unter ausreichend starken Voraussetzungen durchaus möglich sein kann, Nichtexistenz zu beweisen. (Zumindest wenn wir die Widerspruchsfreiheit des Systems voraussetzen.) So kann man zeigen, dass es keine höchste Primzahl gibt oder keine Lösung des Maßproblems...
Bei einem Beweis der Nichtexistenz von Göttern ist das nicht ganz so einfach. Mir scheint, dass es durchaus möglich sein könnte, aus den Eigenschaften Allmacht und Allgüte zusammen mit der Tatsache, dass es in der Welt unnötiges Leid gibt, einen Widerspruch und damit die Nichtexistens eines solchen Eigenschaftsträgers herzuleiten. (Siehe Theodizee-Problem. Ich will da jetzt aber keine allzu große Diskussion aufmachen ...oder vielleicht doch? :mrgreen: )
Wenn ich von meinen Göttern weniger verlange, wird das schwieriger bzw. unmöglich. Korrekter wäre es wohl trotzdem, die Aussage einzuschränken oder insofern zu ändern, dass die Theisten die größere Verantwortung haben, eine Begründung anzuführen.

Zu den weiteren Fragen sage ich jetzt natürlich noch nichts, aber es hat mich gefreut zu sehen, dass jede davon im Verlauf der Geschichte noch mehr oder weniger deutlich beantwortet werden wird. :) (Ich habe also keine Handlungsstränge aus Versehen vergessen. :lol: )


Gruß, Troll
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon Butterbrotbär » 26. Juli 2021, 20:35

Fulminant, fabelhaft, fantastisch! :P
Einzig ein gewisser Off-Screen-Suizid trübt die Freude ein wenig. :cry:

Es ist schon famos, dass man dem Text selbstbewusst widersprechen kann: 'Nein, diese Eara würde Ken Dorr nicht im Zorn nachjagen ' und das kurz darauf bestätigt kriegt. :P
Es freut mich aber auch irgendwie immer mehr, Anflüge dessen zu erkennen, was Eara als Schwäche bezeichnen würde. Und als ich diesen Satz geschrieben hatte, wusste ich noch nicht einmal vom kommenden bombastischen Gespräch mit Leander! :mrgreen:

Wie befürchtet wurde die tote Frucht des Baums der Lieder ins Meer geworfen... und ich überlegte noch, meine lange Fragenliste von letzter Woche um die zu ergänzen, ob Solantis noch von Relevanz sein wird. Ich hätte es besser wissen müssen. :lol:



Zur Chronik gibt es vielleicht noch diesen Satz zu bedenken, falls du den an das Treffen mit Ken Dorr im Sternenschild angleichen möchtest:
F – Die tote Frucht hat geschrieben:Früher Nachmittag, 90. Herbsttag 76 A.Z.
[...] Ken Dorr saß etwas abseits, [...] Eara hatte ihn sofort erkannt, auch wenn sie ihn zuletzt vor fast zehn Jahren lebend gesehen hatte.

Zur Chronik-Frage bezüglich Chadas Geburt muss ich mich (und das Wiki) aber gleich korrigieren:
Im LdK (Herbst 59 a.Z.) heißt es auf Seite 45, Chada wäre im Winter vor 17 Jahren geboren. Je nachdem, ob man z.B. "Winter vor 1 Jahr" als den Winter 57/58 a.Z. oder 58/59 a.Z. ansieht, datiert das Chadas Geburt auf den Winter 41/42 a.Z. oder 42/43 a.Z. Ich wählte damals zweitere Interpretation, vermutlich weil das so gut damit zusammenpasste, dass Brandur im 4. Mond des Jahres 42 a.Z. Melkart vom Kampf gegen Tarok berichtete, was vielleicht am BdL geschah.
Jetzt habe ich mich aber nochmal dahinter gesetzt und eine Textstelle gefunden, laut der Chada im LdK explizit 17 Jahre alt ist (zumindest, wenn man Thoralds Worten traut).
LdK, S. 74 hat geschrieben:"Diese junge Frau, die vor einigen Tagen hier war, diese Bewahrer... sie ist wunderschön! Und mutig. Das Mädchen hatte überhaupt keine Angsat, mit meinem Vater zu reden, obwohl sie erst siebzehn ist."
Wäre Chada im Winter 42/43 a.Z. geboren, so wäre sie im LdK erst 16 Jahre alt. Folglich wurde sie im Winter 41/42 a.Z. geboren. Folglich war Brandurs Besuch im WW, bei dem er Chada zeugte, nicht derselbe Besuch war, in dem er Melkart vom Kampf gegen Tarok berichtete. Und somit hattest du bzw. Leander von Anfang an recht und es gibt einige Wiki-Seiten anzupassen. :oops:



Zur Nichtexistenz würde ich das intuitiv (aber absolut uninformiert und undurchdacht) ähnlich einschätzen wie du. Es gibt sicher gewisse strikte Gottesbilder, die sich durch Widersprüchlichkeit widerlegen lassen, aber selbst die meisten solchen lassen sich vermutlich durch ein wenig Umdefinition in den Bereich des theoretisch Möglichen verschieben.
Falls Allmacht in sich widersprüchlich ist, könnte daraus z.B. eine sehr sehr große Macht werden. Falls sehr sehr große Macht, sehr sehr große Güte und das Vorhandensein von unnötigem Leid einander widersprechen, könnte man das hinter den letzten beiden Begriffen stehende Moralsystem so umdefinieren, dass jegliches vorhandene Leid nötig ist oder dass das Vorhandensein von unnötigem Leid nicht die Allgüte schmälert (z.B. indem man die Handlungsfreiheit von Leid schaffenden Menschen als wichtiger einschätzt als der Wunsch der Leidenden, nicht zu leiden)?

Troll hat geschrieben:Ich habe also keine Handlungsstränge aus Versehen vergessen. :lol:

Und auch keine mit Absicht, wie schön! :P

LG BBB
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon TroII » 31. Juli 2021, 13:00

Garantierter Genuss: G... :oops: (Okay, vielleicht lasse ich die Alliterationen in Zukunft wieder.)

Aufgrund der nervigen 60.000-Zeichen-Grenze wieder in zwei Beiträgen. (Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass so etwas vorkommt...)
Und aus terminlichen Gründen schon heute anstatt morgen. Inzwischen steht übrigens auch der Plan für die nächste Zeit. Nächsten Sonntag nach morgen (08.08.) wäre ich zwar abends wieder zu Hause, aber da vor H noch ein Zwischenspiel käme, kommt H da noch nicht und dafür besagtes Zwischenspiel. Weiterhin bin ich die beiden folgenden Sonntage (15. und 22.08.) ebenfalls verplant, deshalb gibt es H schon am Freitag, dem 13. (So ein schönes Datum! :P ) und I dann erst am 29. - und danach geht es hoffentlich ohne weitere Fluktuationen bis zum Jahresende weiter. 8-)

@Bennie: Ich kann dich trösten: Schon bei i gibt es (neben einigem blabla :roll: ) auch Spannung, die deinen Ansprüchen hoffentlich genügt. :)


@BBB:
Zu Ken Dorr hast du wohl recht, dass ein "über" wohl besser wäre als ein "fast"... Auch wenn ein Treffen nach dem Sternenschild natürlich nicht ausgeschlossen ist. (Siehe Verschwundene Krone? ;) )

Bzgl. Chadas Geburt:
Ich wage zu widersprechen. :D

Soweit ich das sehe, sind die relevanten Stellen auf den Seiten 14, 45, 74, 104 und 125. (Wenn du noch mehr findest, gerne her damit.) Insgesamt zeichen sie für mich folgendes Bild:
Ich behaupte, es gibt Gründe sowohl für die Annahme, dass Chada im Winter 41/42 geboren wurde, als auch für die, dass es (wie bisher angenommen) ein Jahr später war, und die zweite ist mMn. die Wahrscheinlichere.

Meine Argumentation verläuft in zwei Schritten: Erst zeige ich, dass deine Quellen zwar darauf hindeuten, aber nicht eindeutig belegen, dass Chada im Winter 41/42 geboren wurde, und dann nenne ich, was für die ursprüngliche Deutung spricht. ;)

Also, wir sind uns einig, dass Chada im Winter entweder 41/42 oder 42/43 geboren wurde und dass Chada während des LdK, also im Jahr 59 a.Z., bereits 17 Jahre alt ist, das hast du mit den Quellen von Seite 45, 74 und implizit 14 eindeutig gezeigt. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass daraus keineswegs zwingend folgt, dass Chada im Winter 41/42 geboren wurde. Wir wissen ebenfalls nach S.14, dass LdK nicht irgendwann in 59 spielt, sondern schon nach einem langen Sommer, sprich, Herbst oder Winter. Sofern wir eine mit Mitteleuropa vergleichbare Klimazone voraussetzen, eher Winter, da am Ende Schnee fällt. (S.240) Es ist also recht wahrscheinlich, dass LdK bereits im Winter 59/60 spielt. (Offensichtlich noch im Teil 59.)
Damit haben wir für Chadas Alter aber zwei Möglichkeiten:
Entweder sie wurde - wie von dir vorgeschlagen - im Winter 41/42 geboren und ist damit jetzt gerade 17, fast 18. Oder sie wurde im Winter 42/43 geboren und ist gerade 17, fast noch 16. Je nachdem, ob LdK vor oder nach ihrem Geburtstag spielt.
Ich muss zugeben, dass ich, wenn ich nur den Stand bis hier berücksichtige, eher deine Deutung vorziehen würde. Als Chada geboren wurde, war "tiefster Winter", während das Wetter im LdK insgesamt eher verregnet ist, was dafür spricht, dass LdK von der Jahreszeit noch vor Chadas Geburt spielt. Das ist der Grund, weshalb ich sage, dass wir für beide Annahmen Gründe haben.
Der Winter im LdK könnte aber auch einfach relativ milde sein (immerhin war der Sommer angeblich besonders heiß) und wir wissen, dass der Winter von Chadas Geburt besonders kalt war.

Jetzt zu den Gründen, die für Winter 42/43 sprechen.

LdK, S.104 hat geschrieben:Melkart, der Oberste Priester der Bewahrer des Wachsamen Waldes, berichtet über [...] den Kampf mit dem Drachen (II), wissend durch die Erzählungen des Brandur im 4. Mond des Jahes 42 nach andorischer Zeit:


LdK, S.125 f. hat geschrieben:Vor nahezu zwanzig Jahren war der König zum ersten Mal zum Baum der Lieder gekommen. [...] Doch die schreckliche Prophezeiung, die Brandur ihm damals anvertraut hatte, hatte sich unauslöschlich in sein Gedächtnis gebrannt:

(Hervorhebungen durch mich)

Brandur war also im 4. Mond des Jahres 42 zum ersten Mal beim Baum der Lieder. Das bedeutet (wenn wir nicht unsere überaus praktische Annahme, dass das andorische Jahr 12 Monde hat und im Winter beginnt, verwerfen wollen), zu einem Zeitpunkt, wo Chada bereits geboren und Mhare gestorben sein müsste! Nun ist das leider nicht vollkommen ausgeschlossen, Mhare könnte ähnlich wie Kallun aus irgendwelchen Gründen unterwegs gewesen sein und Brandur schon anderswo getroffen haben. In Anbetracht der Tatsache, wie sehr Melkart darauf beharrt, dass die Bewahrer ihren Wald nicht verlassen, erschient mir das aber sehr unwahrscheinlich. (Melkarts Lebensgeschichte könnte dieses Argument ein wenig entkräften...)
Und insgesamt komme ich daher zu dem Schluss, dass die Deutung 42/43 die wahrscheinlichere ist. :)


Gruß, Troll
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon AB von dem Andorwiki » 31. Juli 2021, 14:59

TroII hat geschrieben:Garantierter Genuss: G... (Okay, vielleicht lasse ich die Alliterationen in Zukunft wieder.)

Heute hat H Herausgebetag?
Interessantes I ist ir? (letztes Wort hadrisch)
L lässt (sich) lesen?
Perfektioniert & Prepariert: P's Premiere?
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Re: Story: Der Ewige Rat

Beitragvon Butterbrotbär » 2. August 2021, 11:47

Zunächst einmal Danke fürs neuste Kapitel, Troll! :P Orfens Rede war mitreißend, mit Sarit haben nun nicht nur die Silberzwerge eine Runenmeisterin (das hätte mir früher auffallen sollen!), Sajins Liste weckt wieder einmal wunderbare philosophische Fragen, Sanns ach so verständliche Leugnung der Tatsache ist bedrückend und Vara wäre zum Glück eine wundervolle Addition zum Team der Retterritter! :P Mysteriös ist, dass der Brunnen der Rietburg nun doch vergiftet scheint. Gibt es dort etwa einen weiteren Verräter?



Dann zu Chadas Geburtstag: Vielen Dank für deine ausgesprochen gut ausformulierte Argumentation. :D Ich stimme dir vollkommen zu. Ich hatte nicht bedacht, dass LdK bereits im Winter spielen könnte und ich hatte mich nicht an die Stelle erinnert, die belegt, dass Brandur zum ersten Mal den Baum der Lieder besuchte, als er Melkart von Taroks Fluch erzählte. Immerhin kann ich noch zwei weitere Quellen ergänzen: Chadas Verlieskarte aus DlH bestätigt, dass Brandur sich im Wachsamen Wald in Mahre verliebte, aber LdK S. 75 besagt, dass der Winter im LdK erst bevorsteht.



Tragen wir zusammen:

14)
LdK, S. 14 hat geschrieben:Wir schreiben das Jahr 59 nach andorischer Zeit. Ein langer Sommer liegt hinter uns. Die Alten sagen, es sei der heißeste, den es jemals gegeben habe, aber ich glaube, das sagen sie fast jedes Jahr...

45)
LdK, S. 45 hat geschrieben:Es war tiefster Winter gewesen vor siebzehn Jahren, als das Mädchen geboren wurde.

74)
LdK, S. 74 hat geschrieben:"Diese junge Frau, die vor einigen Tagen hier war, diese Bewahrer... sie ist wunderschön! Und mutig. Das Mädchen hatte überhaupt keine Angsat, mit meinem Vater zu reden, obwohl sie erst siebzehn ist."

75)
LdK, S. 75 hat geschrieben:"Die Bauern sind verzweifelt. Der Winter steht bevor und ohne die Vorräte an Weizen und Gerste werden sie nicht überstehen."

104)
LdK, S. 104 hat geschrieben:Melkart, der Oberste Priester der Bewahrer des Wachsamen Waldes, berichtet über [...] den Kampf mit dem Drachen (II), wissend durch die Erzählungen des Brandur im 4. Mond des Jahes 42 nach andorischer Zeit:

125)
LdK, S. 125 f. hat geschrieben:Vor nahezu zwanzig Jahren war der König zum ersten Mal zum Baum der Lieder gekommen. [...] Doch die schreckliche Prophezeiung, die Brandur ihm damals anvertraut hatte, hatte sich unauslöschlich in sein Gedächtnis gebrannt. [...] Das war der Fluch des Drachen – und ebenjenes Pergament, in dem er selbst, Melkart, den Fluch aufgezeichnet hatte, war jetzt von Dunklen Kreaturen gestohlen worden.

DlH)
DlH, Verlies Bogenschütze hat geschrieben:Vor über dreißig Jahren kam König Brandur in den Wachsamen Wald und verliebte sich in eine junge Bewahrerin namens Mhare.



Die Grundannahmen lauten wie üblich, dass sich Chada, Melkart und Thorald nicht in ihren Zeitangaben irren, dass der Jahreswechsel im Winter liegt, und dass die Dauer von Mhares Schwangerschaft nicht signifikant von den bei Bertha beobachteten 9 Monaten abweicht.

A) Aus (14) und (45) folgt wie oben besprochen, dass Chada im Winter 41/42 a.Z. oder 42/43 a.Z. geboren wurde.

B) Aus (14) und (74) folgt, dass LdK-Chada im Jahr 59 a.Z. siebzehn wird (das wäre dann vor LdK) oder im Jahr 59 a.Z. achtzehn wird (das wäre dann nach LdK).

C) (A) und (B) lassen sich auf drei Arten kombinieren:
C.i) Chada wurde im Winter 41/42 a.Z. geboren und ihr achtzehnter Geburtstag im Winter 59/60 a.Z. steht im LdK kurz bevor.
C.ii) Chada wurde im Winter gegen Ende 42 a.Z. geboren und hat im LdK ihren siebzehnten Geburtstag gerade hinter sich.

D) Aus (75) folgt, dass der Winter im LdK noch nicht begonnen hat. Falls damit die kalendarisch definierte Jahreszeit gemeint ist, würde das (C.ii) widerlegen. Falls damit die typischerweise mit dieser Jahreszeit assoziierten klimatischen Bedingungen gemeint sind, würde das weder (C.i) noch (C.ii) widerlegen.

E) Aus (104) und (125) folgt, dass Brandurs erster Besuch beim Baum der Lieder im 4. Mond des Jahres 42 a.Z. stattfand. Falls dieser Besuch sich über einen längeren Zeitraum hinweg zog, könnte er aber schon vor dem 4. Mond begonnen haben.

F) Aus (DlH) folgt direkt, dass Brandur sich im Wachsamen Wald in Mhare verliebte.

G) (E) und (F) lassen sich auf zwei Arten kombinieren:
G.i) Brandur besuchte irgendwann früher (z.B. im Frühjahr 41 a.Z.) den Wachsamen Wald und verliebte sich in Mhare, ohne je den Baum der Lieder zu besuchen. Er kehrte im Frühjahr 42 a.Z. zurück, besuchte zum ersten Mal den Baum der Lieder und berichtete Melkart von Taroks Fluch. Dies widerlegt weder (C.i) noch (C.ii), da Brandur Chada bei beiden Besuchen hätte zeugen können.
G.ii) Brandur besuchte im Frühjahr 42 a.Z. den Wachsamen Wald und den Baum der Lieder, verliebte sich in Mhare, zeugte Chada und berichtete Melkart von Taroks Fluch. Dies widerlegt (C.i), da Chada sonst vor ihrer Zeugung hätte geboren werden müssen.



Zu guter Letzt wollen wir die Wahrscheinlichkeiten von (C.i) und (C.ii) gegeneinander abwägen. Ganz subjektiv würde ich beurteilen, dass...
... (D) unter (C.ii) umständlicher zu erklären ist als (D) unter (C.i),
... (G) unter (C.i) umständlicher zu erklären ist als (G) unter (C.ii), und
... (G) unter (C.i) umständlicher ist als (D) unter (C.ii).

Alles in allem würde ich mich momentan also für (C.ii) aussprechen. Ich warte aber definitiv noch auf deine Antwort, ehe ich erneut zu voreilig etwas im Wiki ändere. :lol:

LG BBB
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